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Fakten

Eine Zusammenstellung wichtiger Argumente und Hintergrundinformationen.

Aufzhlungspunkt OBEN OHNE --- BILDUNGSKOMPETENZ --- KMK Konferenz der Seiteneinsteiger---*
Aufzhlungspunkt Schulpflicht - warum eigentlich keine Bildungspflicht?
Aufzhlungspunkt FeedbackSchule: Technologie fr LehrerInnen zum Einholen von systematischem Feedback (fast) ohne Aufwand

Aufzhlungspunkt Stell dir vor, du stehst jeden Tag vor einer Klasse die meistens nicht aufpasst und dir keinen Respekt zeigt
Aufzhlungspunkt Warum wollen (manche) Lehrer wohl keine (Helikopter-) Eltern sehen?
Aufzhlungspunkt Auf die Persnlichkeit kommt es an, nicht auf die Noten!
Aufzhlungspunkt Medienkompetenz in der Darstellung des Bayerischen Kultusministeriums - ..und eine Gegenrechnung
Aufzhlungspunkt Die vielfach ausgezeichnete Grund- und Mittelschule: GMS Thalmssing

Aufzhlungspunkt Schlerin erklrt Lehrer Schule mal emotional
Aufzhlungspunkt Bayern im Vergleich: Gemeinschaftschulen in Deutschland
Aufzhlungspunkt Brandbrief einer Mutter an das Kultusministerium
Aufzhlungspunkt Die 10 pdagogischen Irrtmer des bayerischen Schulsystems
Aufzhlungspunkt Willy-Brandt-Gesamtschule "eine Schule der besonderen Art"

Aufzhlungspunkt sterreichisches Bildungsministerium empfiehlt den Film alphabet fr seine SchlerInnen
Aufzhlungspunkt Chancen(un)gerechtigkeit unseres Schulsystems
Aufzhlungspunkt Die Jugendstudie fr Kempten
Aufzhlungspunkt Sinkende Schulleistungen durch frhe Trennung der Schler
Aufzhlungspunkt Sieht so der Schulalltag Ihres Kindes aus (5 bis 11 Jahre)?

Aufzhlungspunkt Schulnoten halten nicht, was sie versprechen
Aufzhlungspunkt Bayerisches Kultusministerium befrwortet das Unterrichten in Lernlandschaften
Aufzhlungspunkt Die Zukunft erfolgreich gestalten Evangelische Schule Berlin
Aufzhlungspunkt Albrecht-Ernst-Gymnasium (AEG) in Oettingen. So funktioniert eine gute Schule
Aufzhlungspunkt Selektion und Leistungsdruck bereits mit 10 Jahren - Europavergleich

Aufzhlungspunkt Grundschul-Lndervergleich 2011; was beweist die Studie noch
Aufzhlungspunkt Wofr haben wir Steuergelder?
Aufzhlungspunkt Alles eine Frage der Darstellung 1 - Schulabgnger ohne Abschluss
Aufzhlungspunkt Alles eine Frage der Darstellung 2 - Etat fr Bildung in Bayern
Aufzhlungspunkt Qualittskontrolle

Aufzhlungspunkt Vorbilder, ein Artikel aus der GEO: "Die guten Lehrer. Es gibt sie doch!
Aufzhlungspunkt Mobile Reserve oder Zweckentfremdung?
Aufzhlungspunkt Betreuungszeiten fr Wissensvermittlung nutzen
Aufzhlungspunkt Medikamente als Lernhilfe
Aufzhlungspunkt Motivation der Lehrer

Aufzhlungspunkt Sorgfaltspflicht gegenber Angestellten
Aufzhlungspunkt Umfang der Lehrpläne, überfrachtet?
Aufzhlungspunkt Chancengleichheit fr Kinder, deren Eltern wenig Zeit fr sie haben
Aufzhlungspunkt Technische Ausstattung der Schule, könnte ein Unternehmen so arbeiten?
Aufzhlungspunkt Zahlen, Von anfnglich 40,3 % machen noch 22,9 % das Abitur




OBEN OHNE --- BILDUNGSKOMPETENZ --- KMK - Konferenz der Seiteneinsteiger---*

Ein Beitrag von Horst Kltze
(ehemaliger Rektor einer Grund- und Hauptschule)

 

 O B E N   O H N E

Bildungs-Kompetenz

 

Sitz der Kultusminsterkonferenz in Bonn

(Urheberschaft des Bildes in Wikipedia)

 

KMK Konferenz der Seiteneinsteiger *
von Horst Kltze

 

Kaum glaublich, aber wahr! emprt sich Elternvertreterin Anna Zilla**. 63% der Kultusministerkonferenz sind Seiteneinsteiger. Nur drei von sechzehn Kultusministerinnen/Kultusministern verfgen ber Unterrichtserfahrung. Und diese beiden auch nur ber einen Zeitraum zwischen drei und fnf Jahren in einem Gymnasium, nicht in einer Brennpunktschule.

Anna Zilla sei aber gesagt, dass Experten aus anderen Berufszweigen bei Beratungen und Entscheidungen befhigt sind, eine Perspektive zu erffnen, die den Horizont der Bildungsexperten erweitert. Gerade unter solchem erweiterten Horizont gelingt es der KMK, die Lebens- und Lernverhltnisse anzugleichen.

Dieses Argument trstet Anna Zilla nicht. Sie wollte eigentlich nur wissen, wie es dazu kommt, dass Manager der Firma Milupa ber zu erwartende Kinderstrme, ber die Reproduktionsrate der Bevlkerung, besser informiert sind als die Kultusminister.

Jetzt wei sie es! Und sie wei noch viel, viel mehr:
ber die Bildung der Bildungsrepublik Deutschland wird von Seiteneinsteigern entschieden. Vor allem Juristen entscheiden darber, was gute Bildung` ist, und neben ihnen z. B. auch konomen und Volkswirte. Gegenwrtig als Prsident sogar ein Bauingenieur fr Betontechnologie! Wie sinnig !!! Gleicht doch die Kultusbrokratie Betonkltzen, unbeweglich wie ein Berg.

Anna Zilla ist zutiefst enttuscht:
Diesen so genannten Bildungs-Experten muss ich meine Kinder anvertrauen. Und nun DAS! Kultusministerinnen/Kultusminister als politische Bildungs-Funktionre, ohne pdagogisches Zertifikat. Ihr Bildungshorizont reicht ber die Schlerperspektive nicht hinaus!

Ihre eigentliche Aufgabe knnen sie gar nicht erfllen! Sie sollen fr alle 16 Lnder Ziele und Interessen im Bildungs- und Kultusbereich (formulieren) und so ihre Verantwortung fr das Staatsganze selbst koordinierend (wahrnehmen). Als politische Bildungs-Funktionre folgen sie aber de facto nur dem Zeitgeist.

Sie mssen reibungslos funktionieren, damit die Elternschaft nicht auf die Strasse geht. Frage:
Was haben diese Bildungs-Funktionre nach 70 jhrigem Bestehen vorzuweisen? Die Selbsteinschtzung der KMK vom 15. 1. 2018 geht so: In den vergangen 70 Jahren hat es die Kultusministerkonferenz geschafft, die Lebens- und Lernverhltnisse in ganz Deutschland anzugleichen. Die Fremdeinschtzung wissenschaftlicher Bildungsexperten sieht anders aus. Die KMK ist zu wenig innovativ!

Hirnphysiologisch ganzheitliche Bildungsqualitt lsst noch immer auf sich warten! Aber, denkt Anna Zilla: Die KMK hat doch PISA auf den Weg gebracht.

Dazu sei Anna Zilla gesagt; PISA zhlt nicht. PISA stammt von der OECD. Und PISA-Bildung ist nicht durch pdagogisch-anthropologische Erkenntnisse legitimiert. Wie auch knnten laienhafte Bildungsfunktionre bildungswirksam innovativ sein?! Sie haben kein Bildungskonzept, das auf Erkenntnissen der Hirnphysiologie basiert.

Gute Bildung ist fr sie, anstatt sie zu Pdagogen mit pdagogischer Autonomie zu bilden, deren Basis ein Pdagogisches Selbstkonzept ist.

Einen Hoffnungsschimmer aber hat Anna Zilla noch. Die Entscheidungen der Kultusministerinnen/Kultusminister werden von ihren Amtschefs vorbereitet. Anna Zilla prft auch deren berufliche Sozialisation. Und? Ergebnis??? Sie kann es kaum glauben! Hier das gleiche Bild: Von sechzehn Amtschefs verfgen nur fnf ber aktive Unterrichtserfahrung.

Fazit: Auf der ganzen Linie der KMK nahezu null Bildungskompetenz. Anna Zilla wollte nur wissen, warum Manager von Milupa ber zu erwartende Kinderstrme besser Bescheid wissen, als die KMK. Jetzt wei sie auch, warum Schulen seit etwa hundert Jahren, seit Maria Montessoris Zeiten, weder den Bedrfnissen des jungen Menschen, noch denen unserer jetzigen Epoche angepasst sind (Montessori).

Anna Zilla denkt:
Niemals wrde ich zu einem Zahnarzt gehen, von dem ich wei, der ist Beton-Technologe. Aber meine Kinder muss ich in eine Schule schicken, die von einem Beton-Technologen regiert wird. Das Schulpflichtgesetz zwingt mich dazu. NOCH FRAGEN? Anna Zilla will das Ergebnis ihrer Recherche an ihren Schulelternbeirat weitergeben und auch den Landeseltern- und Bundeselternrat darber informieren.

 

 

Tabelle I

 

 

PERSONAL-ANALYSE

DER KULTUSMINISTERKONFERENZ

 

Lfd. Nummer

Bundesland

Name

Berufliche Sozialisation

Aktive Unterichtserfahrung

JA NEIN

1

Baden-Wrttemberg

Eisenmann, Susanne

26 Jahre Politikerin

 

X

2

Bayern

Sibler, Bernd

3 Jahre Gymnasial-Lehrer

 

X

 

3

Berlin

Scheeres, Sandra

Dipl. Pdagogin

 

X

4

Brandenburg

Ernst, Britta

konomin

 

X

5

Bremen

Bogedan, Claudia

Sozialwiss.

 

X

6

Hamburg

Rabe, Ties

5 Jahre Gymnasial-Lehrer

 

X

 

7

Hessen

Lorz, Ralf Alexander

Jurist

 

X

8

Mecklenburg-Vorpommern

Hesse, Birgit

Juristin

 

X

9

Niedersachsen

Tonne, Grant Hendrik

Jurist

 

X

10

Nordrhein-Westfalen

Gebauer, Ivon

Rechtsfachangestellte,

Kauffrau

 

X

11

Rheinland-Pfalz

Hubig, Stefanie

Juristin

 

 

12

Saarland

Commercon, Ulrich

Politikwissenschaftler

 

X

13

Sachsen

Piwarz, Christian

Jurist

 

X

14

Sachsen-Anhalt

Tullner, Marco

Politikwissenschaftler

 

X

15

Schleswig-Holstein

Prien, Karin

Juristin

 

X

16

Thringen

Holter, Helmut

Bau-Ingenieur

 

X

 

13 von 16 Kultusministerinnen/Kultusministern haben keine Unterrichtserfahrung!

 

 

 

 

 

 

 

Tabelle II

 

 

PERSONAL-ANALYSE

DER AMTSCHEFSKONFERENZ

 

Lfd. Nummer

Bundesland

Name

Berufliche Sozialisation

Aktive Unterichtserfahrung

JA NEIN

1

Baden-Wrttemberg

Windey, Gerda

Juristin

 

X

2

Bayern

Pls, Herbert

?

 

X

3

Berlin

Rackles, Mark

Dipl. Kaufmann

Dipl. Politologe

 

X

4

Brandenburg

Dr. Gutheil, Ulrike

Juristin

 

X

5

Bremen

Pietrzok, Frank

Dipl Politiloge

 

X

6

Hamburg

Schulz, Rainer

Studienrat fr Blinde und Sehbehinderte

 

X

 

7

Hessen

Dr. Lsel, Manuel

6 Jahre Studienrat

X

8

Mecklenburg-Vorpommern

Freiberg, Steffen

Politikwissenschaftler

 

X

9

Niedersachsen

Willamovius, Gaby

Juristin, Erzieh. Wiss.

 

X

10

Nordrhein-Westfalen

Richter, Mathias

Dipl Volkswirt

 

X

11

Rheinland-Pfalz

Beckmann, Hans

4 Jahre Studienrat

X

 

12

Saarland

Streichert-Clivot, Christine

Politikwissen-

schaftlerin

 

X

13

Sachsen

Wolff, Herbert

Jurist

 

X

14

Sachsen-Anhalt

Feuner, Eva

14 Jahre Lehrerin

X

15

Schleswig-Holstein

Dr. Stenke, Dorit

Erzieh. Wiss, Soziologie, Psychologie

 

X

16

Thringen

Oler, Gabi

2 Jahre Lehrerin

nur Deutsch als Fremsprache

X

11 von 16 Amtschefs haben keine Unterrichtserfahrung!



siehe auch: Was ist eigentlich gute Bildung?
(Link zum Buch DER BILDUNGS-KOMPASS FR ELTERN des Autors dieses Artikels, Horst Kltze)

** Name erfunden

 

 


Kommentar von Aktion gute Schule zu diesem Thema
Wir sind der Meinung, dass in jedem Kultusministerium die pdagogische und strategische Fachkompetenz angesiedelt sein muss, um die Anforderungen an eine zeitgeme und den gesellschaftlichen Anforderungen und Entwicklungen gerecht werdende Bildungsbedingungen zu erfllen.

Den Resultaten folgend, ist das derzeit ganz offensichtlich nicht der Fall. Deshalb kann es absolut nicht schaden, wenn die Fhrungsspitzen auch praktische Erfahrungen haben. Gleichzeitig mssen die Entscheidungstrger sicherstellen, dass die entsprechenden Ressorts mit den ntigen Wissen und Visionen ausgerstet und zu deren Umsetzung befhigt und auch willig sind.




Schulpflicht - warum eigentlich keine Bildungspflicht?

Wer diese Europakarte (passender Artikel dazu) betrachtet, knnte ins Grbeln kommen. In Wikipedia ist zum Thema Schulpflicht dazu folgendes zu lesen: In den meisten europischen Lndern besteht keine Schulpflicht, statt dessen Unterrichtspflicht oder Bildungspflicht. Die Vermittlung von Wissen ist mithin fr das Kind nicht an den Besuch einer Schule (Schulpflicht im eigentlichen Sinne) gebunden. Das Wie und Wo der Bildung steht frei und wird staatlich nicht vorgegeben.

Wer die Pressemitteilungen zum Streitfall der Familie Wunderlich aus der Nhe von Darmstadt gelesen hat, wird sich ziemlich sicher wundern. Klar, Petra und Dirk Wunderlich verstoen gegen geschriebenes Recht, da sie sich weigern ihre Kinder in die Schule zu schicken. Aber haben sie damit auch automatisch unrecht? - ist der Staat automatisch im Recht?

Warum zwingen wir in Deutschland unsere Kinder "in die Schule" - kaum ein anderes europisches Land macht es so! Weshalb knnen in Deutschland Eltern, die es damit nicht so genau nehmen und z.B. die Urlaubsreise mit ihren Kindern whrend der Schulzeit antreten, mit bis zu 2500 Euro Bugeld bestraft werden?

Haben Sie einmal in Ihrem Bekanntenkreis nach den Meinungen ber den Sinn der Schulpflicht erkundigt? Mir wurde in den meisten Fllen mitgeteilt, dass die Schulpflicht als etwas Gutes betrachtet werde. Sozusagen eine kulturelle Errungenschaft zum Nutzen der Gesellschaft. Wo kmen wir denn hin, wenn die Kinder auch zuhause bleiben knnten? sie wrden ja nichts lernen.

Hier drngt sich auf, dass hier die Macht der Gewohnheit der stimmungsgebende Faktor ist. So wie unsere Nachbarlnder es anders machen, haben wir halt die Schulpflicht. Sie wurde aus dem Dritten Reich ins Grundgesetz bernommen. In sterreich gibt es zum Beispiel keine prinzipielle Schulpflicht, sondern nur eine Unterrichtspflicht. Kindern mssen die allgemeinen Vorgaben ber Bildung zugnglich gemacht werden. In welcher Form dies geschieht, bleibt den Erziehungsberechtigten vorbehalten.

Die Familie Wunderlich setzt sich nun schon seit vielen Jahren gegen die Behrden zur Wehr. Sie mchten ihre Kinder selber unterrichten. In diesem Zusammenhang wurde ihnen sogar das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen. Wrden Sie mit Ihren Kindern nun das Land verlassen, shen sie sich einem internationaler Haftbefehl ausgesetzt. Aktuell droht Ihnen nach der jngsten Verurteilung von 90 Tagesstzen im Wiederholungsfall eine Haftstrafe von bis zu 4 Jahren.

Die Familie Wunderlich ist brigens kein Einzelfall in Deutschland. Unsere Steuergelder knnten doch viel besser in eine vernnftige Unterrichts- und Bildungspflicht investiert werden, als wie dort wohl geschehen in SEK-hnlichen Einstzen fr Schulverweigerer oder Flughafenberwachungen fr Schulschwnzer. Wir sollten umdenken und uns die gelingenden Konzepte unserer europischen Nachbarn ansehen. brigens: HomeSchooling wrde nicht nur viel mehr Bildungsfreiheit verschaffen, sondern auch die Budgets der Kultusministerien entlasten.

Einen passender Artikel zum Thema Schulpflicht in der Sddeutschen Zeitung finden Sie hier.

Wer kennt Antworten auf diese Fragen:



Technologie zum Einholen von systematischem Feedback (fast) ohne Aufwand: FeedbackSchule

Feedback - Selbstreflektion - zu besitzen ist ein wunderbares Geschenk. Wer die Gabe besitzt, die Reaktionen der Menschen auf das eigene Handeln zu kennen, kann sich immer wieder neu auf das Gegenber einstellen. Besonders gute LehrerInnen mchten gern wissen, wie Sie bei Ihren SchlerInnen ankommen, wie diese auf sie reagieren.

Der Ersteller der fachlichen Konzeption von FeedbackSchule, Dr. Benedikt Wisniewski, schreibt folgendes zu dieser interessanten und durchaus effektiv anmutenden online Feedback-Applikation:

» Ich war als Lehrer mein Leben lang im Blindflug ich wusste nie, wie gut oder schlecht der Unterricht war, es gab keine Daten.

Dieses Zitat von Prof. Rolf Dubs zeigt beispielhaft, wie wenig bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts eigentlich ber die Qualitt von Unterricht bekannt war. Smtliche Reformversuche in Bezug auf Schule und Unterricht basierten auf tradierten Meinungen und pdagogischen Glaubensstzen.

Die empirische Unterrichtsforschung der letzten Jahre konnte auf die Frage Was ist guter Unterricht? zunehmend substantielle Antworten geben. Dabei zeigte sich der erhebliche Einfluss, den Lehrpersonen als aktiv steuernde Regisseure von Unterricht auf den Lernerfolg ihrer Schlerinnen und Schler haben. Als besonders einflussreich hat sich in diesem Zusammenhang die Variable Feedback erwiesen. Unterricht mit den Augen der Lernenden sehen (Hattie 2009), kognitive Empathie (Lipowsky 2012) oder das Lernseits von Unterricht (Schratz 2011) sind verschiedene Begriffe fr ein und das selbe Konzept, nmlich das Einholen von Rckmeldungen ber Unterricht und die entsprechende Anpassung und Optimierung. Feedback durch Schler fhrt nachweisbar zu sehr hohen positiven Effekten auf den Lernerfolg. Diese Effekte sind hher als die nahezu aller anderer pdagogischer Manahmen.

Die Intention von FeedbackSchule ist es, zur Verbesserung von Schule beizutragen, indem Lehrer ihren Unterricht durch die Augen ihrer Schler sehen knnen. Dies war zwar schon bisher mit verschiedenen Instrumenten mglich, die neue Idee ist jedoch, aussagekrftiges Feedback effizient und unkompliziert zu machen. Da das Einholen von systematischen Rckmeldungen bisher einen erheblichen Zeitaufwand erforderte, bietet FeedbackSchule eine technische Lsung, die das Austeilen, Einsammeln und Auswerten von Fragebgen per Hand berflssig macht.

Lehrerinnen und Lehrer knnen Fragebgen zu ihrem Unterricht oder anderen schulisch relevanten Bereichen an ihre Schler weitergeben und diese beantworten ihre Fragen innerhalb weniger Minuten und absolut anonym per App. Auf diese Weise ist es mglich, dass an Schulen eine tatschliche Feedback-Kultur entsteht. Dies hat sowohl Vorteile fr die Schlerinnen und Schler, die dadurch besseren Unterricht bekommen als auch fr die Lehrerinnen und Lehrer, die Rckmeldungen ber ihre eigene Wirksamkeit erhalten, was einen wesentlicher Prventivfaktor in Bezug auf Burn-Out-Erkrankungen darstellt.

Mit FeedbackSchule ist fr Lehrkrfte ein Perspektivenvergleich mglich zwischen der eignen Sicht auf Unterricht und der Einschtzung der Schlerinnen und Schler. Oder wie es John Hattie formuliert: If the teachers lens can be changed to seeing learning through the eyes of students, this would be an excellent beginning. (Hattie 2009, S. 252) «

Link zu FeedbackSchule ..hier knnen Sie es ausprobieren!

Weitere Hintergrundinformationen in einer Presse-Information von FeedbackSchule-




Stell dir vor, du stehst jeden Tag vor einer Klasse die meistens nicht aufpasst und dir keinen Respekt zeigt

Dieser Text stammt aus einem Kommentar eines Lehramtsanwrters auf einen Bericht eines Schlers ber seine negativen Erlebnisse aus seiner Schulzeit und die Feststellung, dass es nicht wirklich Sinn macht seinen LehrerInnen einmal die Meinung zu sagen. Wie schn wre es, wenn erst gar keine solchen Befrchtungen geben msste. Wann passiert denn Autorittsverlust?

Wenn die SchlerInnen gegenber den LehrerInnen keine Wertschtzung aufbringen knnen. Die Grnde dafr liegen in der Regel im System. Z.B. Frontalunterricht erreicht erwiesenermaen nur einen Teil der Klasse die anderen tanzen irgendwann auf den Tischen. Wieso glauben so viele immer noch, dass der lehrerzentrierte Unterricht funktionieren muss. Er kann von wenigen Ausnahmen nicht wirklich gut ankommen. Sonst knnte jeder eine Stadthalle fllen und die BesucherInnen bei Laune halten (Persnlichkeitsautoritt, Karma).

In einem Schulsystem, das mit Zwang (Schulpflicht) und Disziplinierungsmanahmen (unangekndigte Stegreifaufgaben, Ausfragen vor der Klasse) und mangelhafter Elternmitbestimmungsmglichkeit regiert, kann es kein besseres Ergebnis geben als: Ich lerne auf die nchste Prfung. Das ist meilenweit von nachhaltiger Wissensvermittlung entfernt!

Aus dem Rezept fr das Gelingen: Freude am Lernen. Themen anstelle von Fchern. Keine 45- oder 90-Minuten-Blcke sondern Tage- und Wochen-Projekte. Kein stundenlanges Stillsitzen. Ohne Notendruck und Beschmung.

Es geht wirklich! Nicht umsonst gibt es Schul- und LehrerInnenpreise. Das Problem ist das System an sich, in dem sich Verantwortliche verstecken knnen und Brokratie Innovation und Kreativitt erstickt.




Warum wollen (manche) Lehrer wohl keine (Helikopter-) Eltern sehen? Helikoptereltern (welch ein Begriff!) sind die logische Konsequenz einer gestrten Lehrer-Eltern-Beziehung. Je weniger das Vertrauen und die Wertschtzung, desto grer der elterliche Kontrollanspruch. Georg Lind bringt es in seinem Kommentar zu diesem Artikel sehr gut auf den Punkt!

Artikel im SDKURIER: Helikoptereltern: Kiss-and-Go-Zonen an Schulen

Kommentar von Georg Lind




Auf die Persnlichkeit kommt es an, nicht auf die Noten! Klaus Wenzel (Prsident Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV)) brachte es in einem Interview mit dem Deutschlandfunk einmal mehr auf den Punkt. Deutlicher kann es eigentlich kaum gesagt werden, dass die Persnlichkeitsbildung viel wichtiger ist, als die Bewertung nach den Noten.

Zitat: "...wir mssten uns verabschieden von der Vorstellung, dass Deutsch und Mathematik und die Fremdsprachen, dass das die Hauptfcher sind. Ich glaube, dass inzwischen Kunst, Sport und Musik die wirklichen Hauptfcher geworden sind, damit sich selbstbewusste Persnlichkeiten entwickeln knnen. Davon sind wir sehr, sehr weit entfernt. Wir sorgen dafr, dass unsere Kinder sich selber als Notenbndel wahrnehmen, also nicht mehr die Persnlichkeit steht im Vordergrund, sondern die Art der Noten, und das wird bis zur zweiten Stelle nach dem Komma gezhlt..."

Das Interview lesen / anhren

Diese bekannten Persnlichkeiten (Zusammenstellung SPIEGEL ONLINE) haben ihr Studium abgebrochen. "Es wurde trotzdem etwas aus ihnen" ..knnte man sagen. Trotzdem? Vielleicht deshalb?! Ein gutes Beispiel, dass Menschen, denen es gelingt ihre besonderen Neigungen zu erkennen und fort zu entwickeln, viele Chancen und Mglichkeiten im Leben haben.

Wir wnschen und eine Schule, in der exakt das gemacht werden kann: Individuelle und neigungsbezogene Frderung eines jeden einzelnen Kindes.

Steve Jobs
Bill Gates
Frank Plasberg
Julian Assange
Anke Engelke (geboren 1965), Entertainerin
Gnther Jauch
Barbara Schneberger
Otto Waalkes
Eva Briegel
Judith Holofernes
Mick Jagger
Ren Obermann
Sabrina Setlur
Peter Handke
Feridun Zaimoglu
Anni Friesinger
Faris al-Sultan
Hans Meiser
Snke Wortmann
Julio Iglesias
Vincent van Gogh
Heike Makatsch
Michael Dell
Mark Zuckerberg
Gwyneth Paltrow
Stefan Raab
Matthias Opdenhvel
Thomas Anders
Brad Pitt
Kurt Masur
Kai Diekmann
Alexa Hennig von Lange
Herbert Grnemeyer
Sven Regener
Bernhard Hocker
Richard Gere
Wolfgang Joop
Siegfried Lenz
Herbert Feuerstein
Ferdinand Alexander Porsche
Linda de Mol
Wim Wenders
Eric Clapton
Bastian Pastewka
Barbara Eligmann
Christoph Schlingensief
Johannes B. Kerner
Audrey Tautou
Jrg Pilawa
Roland Emmerich
Til Schweiger
Erich Sixt
Steven Spielberg
Friedrich Kppersbusch
Kai Pflaume
Dirk Manthey
Oliver Kalkofe
Jrgen von der Lippe
Ottfried Fischer
Jrgen Drews
Bertolt Brecht
Ulrich Meyer
Wolf Schneider
Jurek Becker
Martin Luther
Yoko Ono
Sean Lennon
Charles Darwin
Gustave Flaubert
Jacob Grimm
Leo Tolstoi
Friedrich Nietzsche
Alice Schwarzer
Rainer Langhans
Kaiser Wilhelm II



Medienkompetenz in der Darstellung des Bayerischen Kultusministeriums - ..und eine Gegenrechnung


"Rahmenbedingungen fr gute Medienbildung an bayerischen Schulen kontinuierlich verbessert"
So die berschrift einer Pressemitteilung des Kultusministeriums. Diese PM erschien nahezu zeitgleich zur Verffentlichung der ICILS-Studie, die dokumentiert: "Deutsche Schulen stehen bei der Computernutzung im internationalen Vergleich am Ende der Liste".

Einige Zitate aus der Pressemitteilung:



Diese Grafik zeigt das Ergebnis der ICILS-Studie (Quelle: Zeit-Online)





Wir haben nachgerechnet. Anhand der Schulstatistik (Stand 2013, Quelle ) ergeben sich diese Ergebnisse:


Die vielfach ausgezeichnete Grund- und Mittelschule: GMS Thalmssing An der Art, wie Ottmar Misoph ber seine Schule, die GMS Thalmssing , berichtet, in der er seit 16 Jahren Schulleiter ist, bemerkten wir sofort, dass er ganz selbstverstndlich mit Leib und Seele fr seine Schler*innen und sein Kollegium da ist. Sehr bald kristallisierte sich eines der Erfolgsrezepte heraus: Ritualisierung. Wissen unsere Kinder, was wir wann von Ihnen wollen, luft vieles ganz von selbst. Die Schwcheren bekommen von den Strkeren geholfen. Und damit sind nicht nur jene Kinder gemeint, die gerade wegen ihrem Handicap diese Schule besuchen. Seit 4 Jahren, also so gut wie von Anfang an, besitzt die Thalmssinger Schule das sogenannte Inklusionsprofil. Dabei wird Inklusion dort schon viel lnger gelebt.

Whrend wir durch die Lernlandschaften gefhrt werden, begegnen uns Schulkinderkinder auf den Fluren. Eigentlich ja ganz normal. Etwas fllt erst nach einigen Sekunden des Beobachtens auf: Es ist ungewhnlich ruhig. Nicht, dass die Kinder einen bedrckten oder gar traurigen Eindruck vermitteln, nein, sie verhalten sich wie immer. Wie immer? Ja, so, wie es in einer Schule mit einer Lernlandschaft und selbstverantwortlicher und wertschtzender Lernkultur blich ist. Die Unterhaltung findet mit gedmpfter Stimme statt, damit die anderen nicht gestrt werden. Selbstverstndlich toben diese ganz normalen Kinder dann mit voller Lautstrke auf dem sehr weitlufigen und in die Landschaft eingelassenen Pausenhofgelnde. Dieses kommt ohne Zaun aus, ist in verschiedene Zonen eingeteilt und in einer ist sogar das Schneeballwerfen gestattet.

Wir bekommen einen Raum gezeigt, in dem einige vermutlich 8. Klssler*innen eigenaktives Lernen praktizieren. Zwanglose Gruppen- oder Einzelarbeit ist zu erkennen. Getreu seiner Devise bei uns ist jeder Lehrer fr alle Kinder zustndig vor allem, wenn sich diese in den Lernflchen (Flure, Aula und natrlich auch drauen) aufhalten wird Herrn Misoph von einer Schlerin mit einer alltglichen Rckfrage zum Lernstoff angesprochen. Diese Selbstverstndlichkeit drckt einen hohen Beziehungsgrad aus. Fast schon familir. Und das, whrend wir, eine vom Rektor durch die Schule gefhrte Gruppe fremder Erwachsener, in der Tr stehen. berhaupt stehen die Tren normalerweise offen und alle der zahlreichen Besucher der Thalmssinger Volksschule drfen jederzeit berall hineingehen und sich von der positiven Lernatmosphre berzeugen.

Zweimal pro Woche helfen Eltern im Unterricht mit. Nicht, weil es nicht gengend motivierte Lehrer*innen gibt, sondern damit die Wissensvermittlung wirklichkeitsnher erfolgt. Das Einbinden der Eltern strkt zudem das Wirgefhl in der Schulfamilie und erzeugt gegenseitiges Verstndnis.

Das Erfolgsrezept dieser Schule ist so gelungen, dass sie Partnerschule fr die Lehrerausbildung der UNI Eichsttt ist. Derzeit entsteht eine Doktorarbeit ber das Arbeiten in Freilernzeiten. Das sind jene Phasen, in denen die Schler und Schlerinnen selbststndig lernen. Hiermit ist nicht etwa das gemeint, was allgemein als Hausaufgabe verstanden wird, nmlich Vertiefen durch ben nein, in themensortieren Behltern befindet sich Lernmaterial inklusive Lsungen, welches selbststndig erarbeitet wird.

Wir mchten wissen, wie es gelingt, ein ganzes Kollegium davon zu berzeugen, sich so auergewhnlichen Konzepten zu bedienen. Auch wie es gelingt, Unterricht hinter Glaswnden und bei offenen Tren abzuhalten ist spannend. Ganz einfach (fast): Herr Misoph ist davon berzeugt, dass nahezu jeder Mitarbeiter stolz darauf ist in einem erfolgreichen Unternehmen mitzuarbeiten. Das motiviert und bringt gute Leistungen. Wir wollen wissen, ob das immer gelingt. Nein, da muss man das Beste daraus machen zumal wenn sich ein Schulleiter nicht selbst sein Team zusammenstellen kann. Bisher hat er offenbar meisten ausgesprochenes Glck dabei gehabt. Der Erfolg, der innen gelebt wird, wird durch zahlreiche Bewerbungen fr Schul- und Innovationspreise nach auen dokumentiert. Der Erhalt der Auszeichnungen besttigt und beflgelt die gesamte Schulfamilie ihren gelebten Weg weiterzuentwickeln.

Das Lehrerzimmer neben einer gemtlichen Couch ebenfalls mit den praktischen und extrem flexiblen Dreieckstischen wie in den Schulrumen ausgestattet vermittelt uns eine angenehme Atmosphre. Flexibilitt wird hier nicht nur in den Lernrumen [2] gro geschrieben und gelebt. So gibt es keine festen Elternsprechstunden mehr. Damit kommt man den unterschiedlichen Arbeitszeiten und Bedrfnissen der Eltern entgegen. Wer nicht in die Schule kommen kann oder mchte, telefoniert oder scheibt eine E-Mail ganz wie er mchte. Fr das Lehrerkollegium gehrt gegenseitige Hospitation, offene Klassenzimmertren kurzum ganz viel ffentlichkeit zum Alltag.

Die dreieckigen Tische haben es in sich oder besser aneinander. Ob lange Tafeln in Biertischbreite oder eine groe Runde jede Form ist je nach Bedarf realisierbar. Besonders frs schnelle Einrichten einer Arbeitsgruppe oder um mal etwas Allein fr sich machen zu knnen. Einfach den Tisch anheben und wie einen Schubkarren ber ein Gelenkrolle verschieben. Beispiele dazu finden Sie hier.

Interessant und ergonomisch zugleich. Alle Sthle sind gleich hoch. Wer Elternabende in der Grundschule kennt, wei leidvoll vom Sitzen auf viel zu kleinen Sthlen zu berichten. Hier nicht. Die Sthle haben hhenverstellbare Querstreben fr die Fe. Und damit sitzen die Kleinsten an normal hohen Tischen. Eine der einleuchtenden Begrndungen: Oder wrden Sie zuhause einen niedrigeren Esstisch fr Ihre Kinder anfertigen lassen? Nein, hier legen Sie ja auch Kissen unter! Auerdem gibt es keinen Adlerblick der Lehrer*innen hinunter auf die Schulkinder mehr. Dass das Mobiliar somit quer durch alle Klassen einsetzbar ist muss nicht betont werden. An einer Grund- und Mittelschule besonders wertvoll.

Auf einem Flur hngt das Ergebnis der Evaluation 2011. Es muss nicht ergnzt werden, denn es spricht fr sich selbst!

In einem Klassenzimmer der ersten Klasse bekommen wir einen Einblick wie die Jngsten Lesen lernen. Beindruckend! Herr Seefeld, wie uns scheint ein Lehrer mit Herz und Seele, wendet, wie seine Kolleg*innen auch, die von Hiltraud Prem entwickelte Leselernmethode an. Eine interaktive Wandtafel, laminierte Fotos der Kinder und eine softwaregesttzte Leistungsdokumentation fallen sofort ins Auge. Ein paar Klicks und ein berblick ber die ganze Klasse ist zu sehen. Hiermit werden beste Ergebnisse erzielt. Wahrscheinlich weil die Kinder so selbstverstndlich und gern damit umgehen.

Der ber die ganze Tafelflche dargestellte Bildschirminhalt kann einfach mit dem Finger bedient werden und bringt spielerisch das Umgehen mit der Technik in das Klassenzimmer. Buchstaben knnen so einfach nachgemalt werden. Nicht einen Augenblick haben wir den Eindruck, dass die Technik dominiert oder ihr gefolgt werden muss nein, sie scheint geradezu vollstndig integriert. Auerdem gibt es jede Menge Handwerkliches. Z.B. Sandksten, in die die Buchstaben gemalt werden, sowie eine Wrterdruckmaschine. Die gelernten Wrter knnen, wie frher an einer Druckmaschine mit Setzkasten, ber einen Farbroller auf Papier gebracht werden. Die Freude der Kinder an dieser handwerklichen Herausforderung war sprbar.

Die auergewhnlichen Leistungen dieser Schule wurde mehrfache mit Preisen [1] ausgezeichnet. Inzwischen erhlt sie regemig Besuch. Meine Schule steht jederzeit offen, so Herr Misoph. Auch Kultusminister Spaenle nahm die Auszeichnungen mit dem bundesweiten Sonderpreis Starke Schule , im Juni 2013, zum Anlass und schickte ein Glckwunschschreiben. Das eigenaktive Lernen wird darin ausdrcklich hervorgehoben. Wir fragen uns, warum das an so vielen anderen Schulen immer noch nicht so praktiziert wird!

Gar nicht als letzter Punkt, aber dennoch hier notiert, weil wir in einem eigenen Beitrag darber berichten werden: Die Schule nimmt an einem vielversprechend klingenden Test mit Tablet-PCs, so genannten SkoolPads, teil.


Einzelnachweise
[1] Starke Schule 2014 i.s.i. Wettbewerb 2006 und 2014 - Jakob Muth-Preis - lernreich 2.0 Wi Modus-Schule

[2] Nhere Informationen ber das Konzept des flexiblen Klassenzimmer finden Sie hier.



Stimme des Elternbeirats

..ich habe Ihren Bericht gelesen. Ja.. dem gibt es nicht mehr sehr viel hinzuzufgen.

Ich zitiere mal eine Aussage eines Elternteils: Unsere Schule ist nicht nur eine Schule der offenen Tren , sondern auch der offenen Herzen.
Und ich denke , nein vielmehr bin ich davon berzeugt, haben Sie das bei Ihrem Besuch auch feststellen knnen.

Respekt, Achtsamkeit und Wertschtzung darauf wird an unserer Schule sehr viel Wert gelegt und auch gelebt. Ob vom Schler zum Lehrer , als auch vom Lehrer zum Schler.
Wir Eltern sind genauso ein Teil dieser Schule, wie Schler und Lehrer. Es ist ein sehr offenes Miteinander. Wir als Eltern haben jederzeit einen Ansprechpartner.
Aber bei aller Offenheit und Transparenz, die an unserer Schule vorhanden ist - es wird die einzelne Privatsphre eines jeden bewahrt!

Jeder ist ein Bauteil unserer Schule ob der Busfahrer/in der Hausmeister die Putzfrau die Eltern /Groeltern die Schler - die Sekretrin das Lehrerkollegium oder der Rektor jeder einzelne trgt zum Erfolg unserer Schule bei.
Jeder ist ein Bauteil - mit seinem Knnen und seinen Talenten.


Ein persnliches Wort noch zum Abschluss:
Das ist keine Selbstverstndlichkeit, sondern harte Arbeit. Arbeit die unseren Kindern zugutekommt und jeder bereit ist zu leisten jeder so wie er kann und wie es ihm mglich ist.


Das ist eben das besondere an unserer Schule.


Gru
Seitz Bianca, fr den Elternbeirat

Beitrag einer Elternvertreterin und Mitarbeiterin der Sozialpdagogischen Familienhilfe




Schlerin erklrt Lehrer Schule mal emotional Strafarbeit Ich wei, Hr. , fr Sie ist es eher eine Zusatzaufgabe, aber jeder wei, es ist eine Strafarbeit. Und wie gesagt, sie ist unntig, weil wir nicht geschwtzt haben. Da Sie mir immer noch nicht gesagt haben, ber was ich jetzt schreiben soll, will ich Ihnen den Begriff `Schule` mal emotional erklren und Sie ber die Missstnde der heutigen Gesellschaft und der Schule informieren.
Schule
Die Schule; Genitiv: der Schule
Plural: die Schulen

1. Anstalt, in der Kinder und Jugendliche gegen ihren Willen durch planmige Wissensbulimie gezwungen werden, sinnloses Wissen in sich hinein zu fressen um es dann auf Kommando wieder auszukotzen.
(siehe auch: Folter, Gefngnis, Persnlichkeitsbrechung, Potentialvergewaltigung, Entmutigung)

2. Gefhle die oft mit Schule verbunden sind
Angst, Hass, Verzweiflung, Wut ...
...weiterlesen



Bayern im Vergleich: Gemeinschaftschulen in Deutschland




Im bundesweiten Vergleich wird deutlich, dass sich allein Bayern ausschlielich ein gegliedertes Schulsystem leistet. Wer sehen mchte, was sich z.B. das Bundesland Baden Wrttemberg unter seinen Gemeinschaftsschulen vorstellt, der hat bei diesem Video Gelegenheit dazu (25 Minuten).

Bundesweiter Vergleich Gemeinschaftschule





Brandbrief einer Mutter an das Kultusministerium Den Brandbrief einer Mutter an das bayerische Kultusministerium zu "Unterrichtsausfall, Kurzstunden, Lehrerkonferenzen in der Schulzeit, zuwenig Sport und Musik das sind alltgliche Probleme an Bayerns Schulen, beantwortete Herr Spaenle wie folgt: Beobachtungen von Eltern aus dem Schulalltag ihrer Kinder sind fr mich wichtige und hilfreiche Rckmeldungen fr meine tgliche Arbeit und die aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulverwaltung. Die Sorgen und Nte der Eltern nehme ich sehr ernst..."

Zum Brief von Herrn Spaenle

Helfen Sie mit und informieren Herrn Spaenle und seine MitarbeiterInnen ber die Umstnde an unseren Schulen aus erster Hand.
Bitte schicken Sie uns Ihre Erfahrungen mit z.B. Kurzstunden und Unterrichtsausfall. Einfach per E-Mail, gern auch in Kurzform.

Unsere Stellungnahme sowie Reaktionen von Betroffenen




Die 10 pdagogischen Irrtmer des bayerischen Schulsystems Das Magazin "Schule & Wir" erscheint drei- bis fnfmal im Jahr und wird an alle Eltern in Bayern kostenlos mit einer Auflage von 1,38 Millionen Exemplaren ber die Schulen verteilt. Die Zeitschrift wurde 1973 vom Bayerischen Staatsministerium fr Unterricht und Kultus gegrndet.

In der Ausgabe 1/2014 erschien der Artikel "Die 10 populrsten Irrtmer der Pdagogik (Auszug aus dem Magazin) - wie Kinder erfolgreich lernen und was in die pdagogische Mottenkiste gehrt"

Aktion gute Schule nimmt wie folgt Stellung zu diesen Thesen. (Ausarbeitung von Alexandra Lux , Lerncoach und Montessoripdagogin.

»Als erfahrene Montessori-Pdagogin und LernCoach mae ich mir sowohl eine andere Sichtweise an, als auch weitergehendes Wissen, als die vom Autor hier sehr einseitig angelegte Darstellung, die wahrscheinlich auf der Kurzzusammenfassung der Hattie-Studie aufbaut.

Es beginnt schon mit dem Einleitungabschnitt. Hier werden zwar keine Namen genannt, doch jeder, der sich in der aktuellen kritischen Diskussion auskennt, wei sofort, wer hier als Ammenmrchenerzhler abgestempelt wird!«


Die 10 angeblichen Irrtmer

1. Der Lerntyp ist der Schlssel zum Erfolg

2. Die Gesamtschule ist erfolgreicher als das differenzierte Schulwesen

3. Frontalunterricht ist schlecht

4. Der erfahrenste Lehrer ist der beste Lehrer

5. Noten mssen abgeschafft werden

6. Schule funktioniert auch ohne Regeln

7. Lernen muss grundstzlich Spa machen

8. Am Computer lernen Kinder am besten

9. Man kann Kinder gar nicht genug loben

10. Sitzenbleiben ist schlecht



Meinungen dazu von...

BLLV Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband e.V.

Rolf Munz, Schulrat, Schulleiter im Ruhestand

Elterninitiative Inklusive Modellschule Primus 1-10 Mnster, Berg Fidel

Prof. Dr. Hans Wocken

LSV LandesschlerInnenvereinigung Bayern e.V.

StadtSchlerInnenVertretung Mnchen

Aktion Humane Schule

FREIE WHLER

Artikel in der Sddeutschen Zeitung


Unser Fazit: Anstatt diese Thesen zu verbreiten, wnschen wir uns vom Kultusministerium einen offenen und konstruktiven Umgang mit den Anliegen und Erfahrungen der sogenannten Reformpdagogen sowie einem ehrlichen und offenen Austausch mit den Eltern. Somit knnte im Interesse der Kinder und auch der Lehrer viel Druck aus den Schulen genommen werden.

Ein fortwhrendes Behaupten, wir htten ja lngst eines der besten Schulsysteme im Land oder gar im europischen Vergleich, bringt uns dagegen nicht weiter.

Punkt 3, "Frontalunterricht ist schlecht" stellt einen krassen Widerspruch zu jenen Schulen dar, die mit z.B. dem deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurden. Auerdem passen diese Behauptungen nicht zu den Entwicklungen der Lernhauskonzepte.

Die Landeshauptstadt Mnchen wird alle zuknftigen Schulneubauten und greren Renovierungen unter den Vorgaben des "Mnchener Lernhauskonzeptes" durchfhren. Hier sind architektonisch die Voraussetzungen geschaffen, mglichst keinen Frontalunterricht mehr durchzufhren.

Interessant in diesem Zusammenhang auch dieses: Bayerisches Kultusministerium befrwortet das Unterrichten in Lernlandschaften



Willy-Brandt-Gesamtschule "eine Schule der besonderen Art" Wir besuchten die Willy-Brandt-Gesamtschule in Mnchen. Auf der Internetseite des bayerischen Kultusministeriums ist diese Schule unter der Bezeichnung "Schulen besonderer Art" eingereiht. Wir meinen dass das in vollem Umfang zutrifft. Das, was Cornelia Folger (Rektorin) dort mit Ihrem Kollegium auf die Beine stellt ist auergewhnlich. Eine Schule, gelegen in einem Stadtteil mit einem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund, hat sich erfolgreich auf den Weg gemacht und stellte ihr pdagogisches Konzept um.

Man kann es frmlich spren, wie gro das innere Feuer der Begeisterung ist, wenn Eddy Arndt, SOL-Beauftragter (Selbst Organisiertes Lernen) darber spricht, wir er sich einen guten Unterricht vorstellt.

Nicht nur die die KollegInnen, auch die Eltern tun sich zunchst schwer, sich mit dieser, fr viele neuen und doch so verblffend wirkungsvollen Unterrichtsform zu befassen. Die SchlerInnen entscheiden selber, was sie wann wie lernen? Vermutlich muss das jeder erst einmal ein Stck weit selbst erleben drfen, damit der Gewinn, der fr alle Beteiligten daraus entsteht, wirklich greifbar wird. Sicher liegt es zum Groteil daran, dass wir fast alle durch das bisherige Schulsystem konditioniert sind. Irgendwie hat es ja meist auch geklappt.

"Wir wissen nichts besser, wir wissen nur mehr als unsere SchlerInnen." Vielleicht entspringt dieser Grundhaltung jene so wichtige Maxime, die immer wieder herauszuhren ist: Wertschtzung. Was sich so einfach anhrt, erleichtern ihm den Umgang mit den SchlerInnen enorm. In einer Prsentation beschreibt er es ein Stck weit genauer >Wertschtzende Haltung und Interaktion<. Diese Grundhaltung trgt bald Frchte. "Heute brauche ich in der Klasse so gut wie keine Regeln mehr, die Schler entwischen mir nicht mehr, denn sie mchten die Beziehung zwischen uns nicht gefhrden".

Natrlich gehrt noch einiges mehr dazu, damit SOL gelingen kann. Zum Beispiel ein transparenter und motivierende Unterrichtsleitfaden. Kombiniert mit Bildern oder Filmmaterial zeigt auf, wo sich das Jahrgangs oder Etappenziel befindet. Hier kann stets abgelesen werden, wo die Klasse sich derzeit befindet - oder besser befinden sollte. Genau, sollte! Jeder lernt in seinem Tempo. Kaum Frontalunterricht, bestenfalls zur Impulsgebung. Anschlieend wird mit persnlichen Kann-Listen gearbeitet. Dadurch wird der Lernfortschritt transparent. Arndt kann bei jedem sehen, wie sich das persnliche Lern-Punkte-Konto entwickelt. Genauso so wichtig: Die SchlerInnen haben es damit ebenfalls stets vor Augen.

Der Begriff "Kann-Liste" beinhaltet zwei wichtige Aspekte. Was kann ich schon und was kann ich noch tun. Knnen, nicht mssen. Kein Druck zum Lernen, Freiwilligkeit. Die SchlerInnen setzen sich persnliche Ziele, planen ihre Lerneinheiten und Pausen selbst. Wer sich zu viel Pause genehmigt, merkt das an seinem Punktekonto. Die Erkenntnis ist ebenso simpel wie wirkungsvoll - es funktioniert.

Nun ist die Willy-Brandt-Gesamtschule ja eine integrierte Schule die zum Qualifizierenden Hauptschulabschluss, der mittleren Reife und dem Abitur fhrt. Dort wo sich bisher Leistungsgruppen befanden, sind heute die einzelnen Aufgaben nach den verschiedenen Schwierigkeitsgraden gekennzeichnet. Der Hauptschler beispielsweise erkennt, welche Anforderungen an einen Realschler gestellt sind und kann sich somit ganz flieend in die Realschule lernen. Das frdert die Selbsteinschtzung und Motivation. Es gibt keine Trennung, gemeinsames Lernen ist Wirklichkeit. Und genau dieses gemeinsames Lernen bringt viel Positives mit sich. Drei Jahrgangsstufen - 5/6/7 haben ber den Unterrichtsstoff permanent Kontakt zu einander, so zumindest ein Etappenziel von Arndt, denn das sollte noch besser funktionieren als bisher. Die rumliche Trennung und auch alte Gewohnheiten stehen noch etwas im Weg ....

Wer anderen hilft oder selber Hilfe in Anspruch nimmt, fllt sein Punktekonto auf. Dafr gibt es in den Lernateliers einen Marktplatz fr Helfer und Hilfe Suchende. Bentigt jemand Hilfe, begibt er sich an den Helfertisch oder pinnt seine Annonce an das schwarze Brett. Man muss nicht lange warten bis Untersttzung eintrifft. Das Punktekonto beider wird dadurch angereichert. Ein Ansporn zum Helfen und sich helfen lassen, eine hervorragende Mglichkeit zur Ausprgung der Sozialkompetenz.

Neue Lernabschnitte, die in Themen verfasst sind werden den SchlerInnen zunchst vorgestellt. Anschlieend reflektieren kleine Teams das Thema und prsentieren es sich gegenseitig. Eine persnliche Zeitbedarfsplanung rundet den Start in die Lerneinheit dann ab. Die hohe Selbststndigkeit seiner SchlerInnen liefert Arndt den Freiraum dafr, sich individuell dort einzubringen, wo seine Hilfe bentigt wird. Wer sein Pensum selbststndig schafft, braucht dabei keine weitere Betreuung. Auch stehen die anderen SchlerInnen zur Mithilfe parat.

Wohl der gravierendste Unterschied zum Einheitsunterricht, in dem die LehrerInnen vorgeben, dass alle gleichzeitig das selbe zu lernen haben. Hierbei eine Horde von Heranwachsenden permanent zur Aufmerksamkeit zu motivieren kostet garantiert mehr Kraft als SOL. Hier bleibt nicht selten der Einzelne auf der Strecke und viele LehrerInnen gleich mit dazu. Arndt hat fr jedes Kind die Zeit, die es braucht und jede Menge kleine HilfslehrerInnen, pro Klasse so an die 25 Stck.

Heute wnscht Arndt sich noch einen Gruppenraum fr die neu entstandenen Lernhuser, am besten einen, in dem sich die LehrerInnen und die SchlerInnen treffen knnen. Selbstverstndlich sind bei diesem pdagogischem Konzept auch die Reflektion und die pdagogische Untersttzung unter den Lehrern beinhaltet. Das dient nicht nur der persnlichen Fortentwicklung, es festigt auch die Gemeinschaft - so wie bei den SchlerInnen halt auch.

Wir wnschen uns noch viele Schulen, in denen mit der ntigen Portion Wertschtzung das pdagogische Konzept aufgewertet wird.
Eines dabei ist sicher: Wer Wertschtzung erfahren mchte, erhlt sie am ehesten, wenn er sie selber lebt.
(Dieser Bericht resultiert aus unserem Besuch vom 26.11.2013)

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Am 17.02.2014 traf sich Aktion gute Schule mit dem Elternbeirat. Dieser steht absolut positiv gegenber dieser Entwicklung. Selbstverstndlich waren Schwierigkeiten bei der SOL-Einfhrung zu verzeichnen, aber die Erfolge stehen eindeutig dafr.

Selbst wenn derzeit noch nicht in allen Fchern das selbstorganisierte Lernen praktiziert werden kann, alle der Elternbeiratsmitglieder stehen fr eine klare Befrwortung. Ein weiterer Vorteil wird darin gesehen, dass die Hausaufgaben weitgehend wegfallen konnten. Besonders positiv erlebt wird auch die Steigerung des Klassenzusammenhalts durch das praktizierte gegenseitige Helfen (Helfertisch-Konzept).

Ein Elternteil berichtete, dass das Kind nach dem Wechsel von einer Grundschule auf die WBG geradezu aufblhte. Das wurde dem deutlich verminderten Druck im alltglichen Unterricht zugeschrieben.

Zum unserem Treffe waren auch SchlervertreterInnen anwesend. Diese berichteten, dass sie die Einfhrung durchaus als gewhnungsbedrftig erlebten. Trotzdem mchten auch sie nicht mehr zu den vorherigen Unterrichtsstrukturen zurckkehren.

Eines ist fr die SchlerInnen auch sehr schnell klar geworden: In 45-Minuten-Einheiten kann ohnehin kaum etwas vernnftig gelernt werden - es werden mindestens 90-Minuten-Takte bentigt.

Homepage der Willy-Brandt-Gesamtschule in Mnchen
(Tipp: Sehen Sie sich dort die Rubrik "Selbst organisiertes Lernen" nher an)



sterreichisches Bildungsministerium empfiehlt den Film alphabet fr seine SchlerInnen

Das Bundesministerium fr Unterricht, Kunst und Kultur in sterreich hat den Film alphabet als so wertvoll fr schulische Belange eingestuft, dass er den Schulen zur Ansicht empfohlen wird.

Eine derartige Einstellung hat uns sehr gefreut und berrascht zugleich. Geht doch Erwin Wagenhofer in seinem Film eindeutig auf die Unzulnglichkeiten des PISA-getriebene Schulsystems mit seinen Auswirkungen auf die Gesellschaft ein. Wir wnschen uns fr Bayern und die anderen deutschen Bundeslnder eine ebenso offene Haltung!

Das offizielle Schreiben des Ministeriums



Die Ungerechtigkeit in unserem Schulsystem Eine deutliche Darstellung wie abhngig die Schulbildung vom Elternhaus ist. Argumente, wie "wer nicht lernen will, lernt auch nicht", erscheinen plausibel, passen jedoch nur zum derzeitigen selektiven und nicht individuell frdernden Bildungssystem. Kmmern wir uns um alle Kinder gleichermaen, haben alle auch die gleiche Chance. Scheitere ich allein schon daran, dass die Eltern nicht bei den Hausaufgaben helfen knnen, wird das Ausma des Mangels richtig deutlich.

...eine aussagekrftige Grafik dazu



Die Jugendstudie fr Kempten Die Stadt Kempten fhrte eine Umfangreiche Studie durch, in der junge Menschen zwischen 18 und 34 Jahren befragt wurden. Selbstverstndlich wurde dabei das Thema Bildung grndlich beleuchtet. Die Resultate decken sich mit unseren Erfahrungen und unterstreichen unsere Forderungen einmal mehr.

Hier eine kurze Zusammenfassung der wesentlichen Aussagen:
Eine wichtige Aussage:
"In Zusammenhang mit dem Leistungsdruck, den die Schler immer wieder in der Studie beschreiben, erkennen wir hier das offensichtlich bewusste Verbreiten von Angststimmung seitens der Schule. Denn sobald die jungen Deutschen lter werden und realistische Bilder vom Beruf bekommen, geht der Wert drastisch nach unten."
...eine Grafik zu dieser Aussage

Originalton eines jungen Menschen: Den Kindern nicht den Spa am Lernen nehmen, keine Abhngigkeit des Abschlusses von sozialer und globaler Herkunft.."

Die gesamte Studie als PDF-Dokument
(Thema Bildung ab Seite 12)




Sinkende Schulleistungen durch frhe Trennung der Schler Mit der Einfhrung der sechsstufigen Realschule (2000) in Bayern, wurde das Eintrittsalter fr die Real- und Haupt/Mittelschler um zwei Jahre heruntergesetzt. Die Kinder werden somit bereits nach der 4. anstelle der 6. Jahrgangsstufe selektiert.

Das CESifo GmbH (ifo Institut) bescheinigt dieser Manahme eine Verschlechterung der Leseleistung und den Rckgang leistungsstarker Schler. Fr uns ein weiterer Nachweis, dass endlich auf die frhe, besser noch vollstndig auf eine Selektion mit den heutigen Mittel, verzichtet werden muss.

Artikel auf der Homepage der CESifo GmbH

Artikel als PDF



Sieht so der Schulalltag Ihres Kindes aus (5 bis 11 Jahre)? Kinderschule Bremen, vergleichen Sie mal den Tagesablauf mit dem, den Ihre Kinder haben. Warum geht das nicht in allen Schulen, wenn es dort schon funktioniert? ..seit 30 Jahren brigens. Was hlt die Verantwortlichen ab, sich ein solches Konzept zum Vorbild zu nehmen? Es bringt offensichtlich hervorragende Erfolge.

Die Thematisierung der unterschiedlichen Kulturen wird hier z.B. als wichtiger Bestandteil des Schullebens betrachtet. In diese Schule befinden sich ca. 20% Kinder aus binationalen Familien.

Tagesablauf Kinderschule Bremen



Schulnoten halten nicht, was sie versprechen Einen sehr interessanter Artikel ber den Stellenwert der Schulnoten in unseren Kpfen und in der Praxis. Es muss nicht das so weitergemacht werden, was schon immer schon war - noch dazu wenn es widerlegt ist. Lassen Sie uns dieses Thema vernnftig diskutieren und den Verantwortlichen nahelegen, sich mit den Erkenntnissen der Spezialisten auseinanderzusetzen.

"Wir wissen seit vielen Jahren, dass Noten weder besonders objektiv sind noch die oft angefhrte Vergleichbarkeit bieten."
(Hans Brgelmann, deutscher Grundschulpdagoge und Schriftsprachdidaktiker)

Artikel in DiePresse.com



Bayerisches Kultusministerium befrwortet das Unterrichten in Lernlandschaften. Als wir das Albrecht-Ernst-Gymnasium in Oettingen besuchten (hier unser Bericht), waren wir begeistert, was alles mglich ist, wenn sich Schulleitung und Lehrer fortschrittliche Gedanken ber das pdagogische Konzept anstellen und dementsprechend handeln. berzeugen Sie sich selbst, dass auch das Bayerische Kultusministerium sich nicht nur lobend ber diese Erfolge uert, sondern ausdrcklich zur Nachahmung anregt (hier ein entsprechendes Schreiben).

Alle, die an der positiven Weiterentwicklung des Schulprofils "der eignen Schule" interessiert sind, mgen doch bitte dieses Schreiben als Ermutigung und Startsignal bewerten, noch vorhandene alte Zpfe baldmglichst abzuschneiden - es gibt so vieles zu tun. Im Interesse aller Kinder und unserer Lehrer drfen wir nicht lnger damit warten.

Schreiben des KM
(Mit freundlicher Genehmigung von Claudia Langer (OstD, Schulleitung AEG) und Walter Gremm (Mdgt, KM Abt. VI Gymnasien))







Die Zukunft erfolgreich gestalten Mit dieser Zusammenfassung mchte ich die Evangelische Schule Berlin Zentrum vorstellen, so wie es die Schulleiterin Margret Rasfeld und ihre beiden Schlerinnen beim Vortrag in der Montessorischule Biberkor getan haben. Ich, wie auch zahlreiche auszeichnende Jurys, empfinde diese Schule als eine der besten Schulen des Landes, weshalb mein Text zwar lang geworden ist, aber noch lange nicht alle Qualitten dieser Schule umfasst.

Welche Kompetenzen brauchen die SchlerInnen* von morgen?
(* Aus Grnden der Einfachheit wird im Folgenden auf Gendern verzichtet)

Verfasst von Eva Hack, Lehramtsstudentin
(Eine Schule fr Alle in Bayern e.V.)


Seit 2007 ist Margret Rasfeld Schulleiterin der Evangelischen Schule Berlin Zentrum, davor leitete sie eine ebenfalls "ausgezeichnete" Gesamtschule in Essen und entwickelte diese Schule essentiell weiter. Frau Rasfeld stellte sich, als sie nach Berlin kam und die neu gegrndete Gemeinschaftsschule anfing zu leiten, die Frage, was Schler von heute knnen sollten:

..denn Wissen htten wir Deutschland genug, es gbe ein Handlungsdefizit bei uns, ein Umsetzungsdefizit! Wichtige Impulsworte sind fr sie "Verstndigung und Verantwortung".

Auerdem mssen Lehrer Schatzsucher sein, sie sollen die Potenziale der Schler entdecken und sie in ihren Strken frdern.

In unserer Gesellschaft wird `competition` immer als Wettbewerb verstanden, jeder gegen jeden. Stattdessen ginge es darum, sich auf eine gemeinsame Suche von Lsungen zu begeben. Das Zeitalter der Einzelkmpfer ist vorbei, es wurde alles, was alleine entwickelt werden konnte, in der Wissenschaft erforscht, nun knnen nur noch gemeinsam, mit vielen kreativen Kpfen Lsungen gefunden werden.

Puschkin schrieb einmal: "Wie still wre es in einem Wald, wenn nur die begabtesten Vgel sngen." Heterogenitt ist normal und eigentlich berall gewnscht, jeder strebt nach grtmglicher Individualitt. Daher ist eine Gemeinschaftsschule genau das richtige, sie spiegelt unsere Gesellschaft optimal wieder und bereitet daher auf das Leben und die Arbeitswelt vor!

Auerdem hat sich diese Gemeinschaftsschule das Attribut Agenda-Schule gegeben, sie engagiert sich dafr, die in der UNO entwickelte Agenda 21, umzusetzen. Frau Rasfeld stellt immer wieder die Frage, in welcher Welt wir leben wollen: In einer Welt, die die Erde ausbeutet, in der sich Gesellschaften in arm und reich spalten, Gemeinwohl- und Demokratiegedanken und Empathie verloren gehen?

Was brauchen Schler in unserer Gesellschaft und Welt, fragte Frau Rasfeld ihre Schlerinnen an diesem Abend, diese antworteten folgendes:

Trume und Visionen, Selbstwirksamkeit, Mut, Risikobereitschaft, verrckte Ideen, Selbstbewusstsein; man sollte wissen, welche Begabungen und Talente man in sich trgt, man sollte Ziele konsequent verfolgen und wissen, dass man durch Fehler am meisten lernt! Auerdem den Mut, andere um Hilfe zu bitten und sich selbst zu organisieren und selbstttig zu arbeiten.

Dass es keinen festen, angeborenen Intelligenzquotient gibt, wurde schon lange herausgefunden, also Schluss mit der Etikettierung hoch- oder niedrigbegabt. Lassen wir die Schler einfach gemeinsam leben und lernen und wer welche Talente in sich trgt, wird sich zeigen!

Dass das WIR so wichtig ist in der Evangelischen Schule Berlin Zentrum zeigt sich dadurch, dass keine uere Differenzierung von der 1. bis zur 10.Klasse erfolgt, die Jahrgangsstufenmischung in einer Klasse erstreckt sich meist ber drei Jahrgnge. Dadurch ist es mglich, dass man als Schler erst einen gleichaltrigen Schler fragt, dann einen lteren und schlielich den/ die LehrerIn.

Es gibt eine Partnergrundschule, die hnliche Ziele wie diese Schule verfolgt, welche die Schler bis zur 6. Klasse beherbergt.

Gngiger Frontalunterricht wurde durch Arbeit in Lernbros ersetzt, es gibt Lernbros fr jedes Fach mit Fachlehrern, dort verbringen die Schler 10 Stunden pro Woche als Schulgemeinschaft, also klassengemischt. Das Material fr die Lernbros haben die Fachlehrer gemeinsam entwickelt, sie sind ja die Experten. Der Lehrplan ist dort unterteilt in einzelne Themengebiete, z.B. Bruchrechnen, um den Lehrplan vollstndig abzudecken. Wann welcher Schler im Laufe seiner Schullaufbahn was bearbeitet, ist vllig unterschiedlich, man hat ja auch unterschiedliche Vorlieben. Z.B. kann man zur selben Zeit in Mathe im Stoff schon sehr weit sein, in Deutsch dafr weiter hinten.

Noten gibt es nicht, sie frdern Konkurrenz und Vergleich, welcher vllig unntig ist! Weshalb muss ich bitte schn wissen, wie weit der Schler neben mir ist, ob er besser oder schlechter ist?? In Deutschland wohl hauptschlich zur Selektion, "Erbsensortieranlage" nennt Professor Gerald Hther das gerne. Es geht aber darum seine eigenen Lernerfolge und Entwicklung zu sehen und zu beurteilen!

Wenn ein Schler einen Themenbereich abgeschlossen hat und sich sicher fhlt, gibt er sein Heft, in dem alles steht, was er dazu geleistet hat, seinem Lehrer. Zustzlich schreibt er einen Test darber. Die Beurteilung von beidem erfolgt in einem persnlichen Text im Heft. So kann auch Beziehung und Wertschtzung entstehen. Die meisten Schler in Deutschland bekommen gerade mal eine Ziffer als Rckmeldung, das ist das Niedrigste, was man berhaupt an Rckmeldung geben kann, schimpft Frau Rasfeld. Eine Beziehungs- und Wertschtzungskultur der Lehrer mit den Schlern ist eines der Herzstcke der Gemeinschaftsschule.

Der Lehrer, hier Tutor genannt, fhrt am Ende jeder Woche mit seinen Schlern ein einzelnes Tutorgesprch, dafr wird von der Schulleitung viel Zeit eingerumt. Dabei wird besprochen, was die Schler in der kommenden Woche arbeiten, wie sie zur Zeit voran kommen und wie es ihnen geht, was gerade zuhause oder bei Projektarbeiten los ist. Die Dokumentation ber alles findet im Logbuch des Schlers statt.

Neben der Freien Lernzeit jeden Morgen stehen z.B. noch Klassen- und Schulrat und Projektunterricht auf dem Stundenplan. Grundstzlich geht die Schule bis circa 15.30 Uhr. Vier Unterrichtsstunden am Stck, einmal pro Woche, arbeiten die Schler an einem Projekt, das etwas bewirkt, also umgesetzt wird. Dabei kooperiert die Schule mit zahlreichen Partnern in Berlin, die die Hilfe und Kreativitt der Schler super gebrauchen knnen.

Ein weiteres Gemeinschaftselement der Schule, die Schulversammlung, findet jeden Freitag statt, es nehmen alle Schler und Lehrer teil, eine Klasse bereitet jeweils die Moderation und musikalische Umrandung vor. Dabei wird jede Woche ein neues Lied vorbereitet und gesungen; eine der Schlerinnen erzhlte gnsehaut-fhlend wie es sei, wenn mehrere hundert Schler "We are the World" singen.

Auerdem werden Geburtstage besungen und es knnen Schler wie Lehrer in der "Lobe" gelobt werden, fr was auch immer sie diese Woche Besonderes geschafft haben. Die Schler lernen dabei auch vor einer groen Gruppe zu sprechen, ohne Angst zu haben. Im Programmpunkt "Speed your Mind" werden Termine und Beschwerden vorgebracht.

Die fr Frau Rasfeld wichtigsten Fcher ihrer Schule sind "Verantwortung" und "Herausforderung". Bei der Verantwortung geht es darum, den Schlern etwas zuzutrauen; sie lesen z.B. einmal pro Woche im Altenheim vor, geben Computerkurse fr Rentner, reinigen Spielpltze von Mll, geben in der Grundschule in Kooperation mit der Regelschullehrerin Nachhilfe, leiten Gruppen in Sportvereinen oder werden Sprachbotschafter und sind dadurch "Tutoren" von Kindern, die noch Schwierigkeiten in der deutschen Sprache haben. Fr die Idee, Planung und wchentliche Durchfhrung sind die Schler selbst verantwortlich.

Sie bekommen zuvor 3 Doppelstunden Einfhrung und einmal im Monat findet eine Reflexion mit einem Lehrer statt. Im Schulfach Verantwortung, das sich laut Rasfeld in jeder Schule problemlos einfhren lsst, wird gegen unser "deutsches Handlungsdefizit" gearbeitet. Im Fach Herausforderung stellen sich die Schler zu Beginn jeden Schuljahres einer selbst gewhlten und vorbereiteten Herausforderung, 3 Wochen, mit 150 Euro in der Tasche. Klassenfahrten macht diese Schule nicht, daher sind das recht kostengnstige "Klassenfahrten" fr die Eltern.

Sie organisieren sich in Gruppen oder alleine, bekommen eine Betreuungsperson (meist Studenten) an die Seite, die lediglich im Notfall zur Hilfe stehen, die Durchfhrung der 3 Wochen liegt in den Hnden der Schler. Sie berqueren beispielsweise ein groes Gebirge zu Fu oder fahren mit dem Fahrrad durch Teile Deutschlands, helfen auf Bauernhfen oder grnden eine Band bis hin zum Auftritt. Eine Schlerin schrieb in diesen drei Wochen auf einer Htte einen 300 Seiten Roman.

Die Planung dieser Herausforderungen findet ab Februar jeden Jahres statt, danach erfolgt ein ausfhrliches Reflexionsgesprch. Auf der Herausforderung erleben die Schler Frust und machen Fehler, tragen schwchere Mitglieder im Team und lernen jede Menge ber Konfliktmanagement!


Hintergrundinformationen zur dieser Schule:

- Das Selbstverstndnis dieser Schule spricht fr sich.

Ein Motto der Schule: Hier hören Lehrer genau zu, damit sie wissen, was Schüler brauchen. Schler schulen Lehrer!





Albrecht-Ernst-Gymnasium (AEG) in Oettingen. So funktioniert eine gute Schule!

Bericht ber den Besuch am Albrecht-Ernst-Gymnasium (AEG) in Oettingen

Nachstehend fasse ich das Wesentliche zusammen, das uns bei unserem Besuch ausfhrlich erlutert und vorgestellt wurde.

- Lernlandschaften
- Kooperativer Unterricht
- Doppelstunden
- Exen dann wenn es passt
- Unterrichtsmaterialien frei zugnglich
- Begleitnutzen
- Auerdem
- Fazit



Lernlandschaften

Eines der auffallendsten Merkmale ist der Klassenraum. Dort, wo zuvor die einzelnen Klassenrume durch Tren und den klassischen Flur voneinander getrennt waren, dominiert jetzt eine lichtdurchflutete Lernlandschaft. Ein ausgeklgeltes Raumkonzept bietet den Lehrern und Schlern Aufenthaltsregionen, passend fr den jeweiligen Zweck. Die Lernrume sind ohne Tren und nur mit leichten Mbeln ausgestattet. Die Wnde bilden Regalelemente mit vielen Fensterflchen. Einige Sthle, Sitzhocker und -kissen tragen zu einer wohnlichen Atmosphre bei. Hohe Schalldmmung und ein wohnlicher, qualitativ hochwertiger Teppichboden sind noch lange nicht alles, was hier anders ist, als es die meisten von uns kennen und erleben durften.

Die klassische, zentral angeordnete Tafel ist nicht mehr vorhanden. Einzelne kleine Whiteboards, die die Kinder selbststndig platzieren und umlaufend angeordnete Pinnleisten (zum Aufhngen von Dokumenten) bieten viel Raum fr die Prsentation von Anschauungsmaterial und Lernergebnissen.

Ein zentraler Aufenthaltsbereich zwischen den Klassenrumen bietet Raum fr Gruppenarbeiten und Rckzugsmglichkeit fr den/die Einzelne(n).



Kooperativer Unterricht

Der Verzicht auf Frontalunterricht ist eines der entscheidenden Erfolgsrezepte am AEG. Die Lehrkraft individualisiert die Stoffvermittlung so, wie es jedes einzelne Kind braucht. Die Kinder erarbeiten sich den Stoff selbst. Das Grundprinzip: wer etwas selbst begreift, verinnerlicht es nachhaltig. Nicht der Lehrer entscheidet, wann die Kinder was zu lernen haben - die Kinder gehen ihren eigenen Weg, die Lehrer sehen sich in der Rolle des Begleiters und Beobachters, die im Idealfall im Hintergrund stehen. Erkennen sie Schwchen, knnen sie lenken und die Lernumgebung individuell den Kindern anpassen. Brauchen Kinder etwas lnger fr ein Thema, knnen sie genau ihrem Tempo entsprechend gefrdert werden. Genau betrachtet steht jedem Kind nahezu sein eigener Privatlehrer zur Seite, der sich exakt um das individuelle Lerntempo und den Frderbedarf kmmern kann.

Dass hierbei viel weniger Frust aufkommt, sowohl auf Lehrer- als auch Schlerseite, ist nicht nur sprbar, sondern wird auch dadurch unterstrichen, dass nicht selten "ber den Gong" hinaus Schule stattfindet - ups, die Stunde ist ja schon vorbei! Und das empfindet auch der Lehrer so. Die Energie, die beim Frontalunterricht in der Regel in die "Bndigung der Bande" gesteckt wird, kann hier zu Gunsten der Kinder eingesetzt werden.



Doppelstunden

Das, was einige Lehrer zunchst abschreckte, erweist sich schnell als Vorteil. Der 45-Minuten-Takt ist kaum geeignet nachhaltiges Wissen zu vermitteln. Bis die Betriebstemperatur erreicht ist, ertnt schon wieder der Gong. Die Annahme, dass der Gong (also die Pause zwischen den Lerneinheiten) wichtig sei, hat nur unter Ausbung des Frontalunterrichts Bestand, nachdem alle zur selben Zeit das Gleiche machen. Nun haben aber nicht alle zur gleichen Zeit einen Bewegungsdrang. Einige wrden durch die verordnete Pause aus dem Lernprozess nahezu gerissen werden. Andere hingegen wrden am liebsten schon 5 Minuten vorher die Stunde beendet sehen. Am AEG geht jeder, wenns ihm passt. Kinder die miteinander selber etwas erarbeiten, Kinder, die begeistert sind, sich hinreien lassen und fasziniert einem Thema folgen zu unterbrechen, gleicht dem Anstechen eines Luftballons. Versuchen Sie beim nchsten Kindergeburtstag mal eine verordnetet Pause zu befehlen! Viel Erfolg beim anschlieenden "Dort-weitermachen-wo-sie-Aufhrten".



Exen dann wann es passt

Unglaublich? Nein: Wahr! Die Ex nicht als Druckmittel (nicht berall, aber viel zu hufig!). Stegreifaufgaben werden jeweils dann mit denjenigen Kindern geschrieben, bei denen der Stoff sitzt. Ist ein Schler noch nicht so weit, greift die individuelle Frderung. Einzig Schulaufgaben mssen zum selben Zeitpunkt abgelegt werden wir haben ja eine Schulordnung...



Unterrichtsmaterialien frei zugnglich

Warum den Lehrer fragen? Alle Materialien, inkl. der Lsungen (!) befinden sich in zentralen und allgemein zugnglichen Bereichen. Kinder, wie etwas wissen mchten, gehen an die entsprechende Schublade und holen es sich ganz einfach. Das frdert die Selbststndigkeit und entlastet den Lehrer. Das AEG ist brigens fr alle Kinder bis um 17:00 geffnet. Versuchen Sie doch mal nachmittags das Schulbuch Ihres Kindes aus der Schule zu holen oder die Lsung zu einer bestimmten Gleichung zu bekommen!

Apropos Selbststndigkeit: Kinder, die es gewohnt sind, sich selbststndig mit Wissen zu versorgen, fragen ganz automatisch erst einmal in Ihrer Umgebung nach. Das gefragte Kind lernt dann durch das Erklren (Anwendung des Gelernten) automatisch noch einmal mit bzw. vertieft sein Wissen. Die offene Lernwelt erlaubt ein Fragen des anderen nahezu zu jeder Gelegenheit - versuchen Sie das mal im "Normal-Frontal-Unterricht". Da muss es ruhig sein, sonst werden ja die anderen gestrt!
Es entsteht eine andere Fragekultur. Wer was wissen will, der fragt, ohne Gefahr zu laufen, als dumm hingestellt zu werden.



Begleitnutzen

Das Kultusministerium soll auf das AEG aufmerksam geworden sein, weil es dort keine Lehrer-Ausfallstunden gab. Werden stets mehrere Klassen in einer Lernlandschaft durch mehrere Lehrer "versorgt", ist es bestimmt nicht schn, wenn einer fehlt - aber es braucht nicht zwingend eine Vertretung. Spiele wie Schiffe versenken im Klassenzimmer, whrend eine Vertretung am Pult Proben korrigiert (bestimmt nicht immer, aber das gibt es ja) ist am AEG nicht ntig, da die Kinder sowieso ber die Lernlandschaft verteilt und die Unterrichtsrume durch das offene Raumkonzept (Fenster - Regalwnde) untereinander einsehbar sind.

Der Aufwand zur Beseitigung von Vandalismusschden soll deutlich unter dem liegen, was sonst hierfr investiert werden muss. Klar, wer sich positiv mit "seiner" Umgebung identifiziert macht sie nicht kaputt.

Vielleicht ist hierdurch sogar etwas einzusparen. Der Gewinn, der ist jedoch auch ohne das schon eindeutig. Jeder, der sich Gedanken ber Lernen macht, msste das AEG oder eine andere solche (es gibt sie) Schule einmal besuchen.



Auerdem

Wir besuchten mit 12 Personen diese Lernlandschaften. Stellen Sie sich einmal diese Besucherzahl in einer Schule vor und sagen dann, der Unterricht wurde nicht beeintrchtigt - unmglich? Nein! Lehrer und Kinder schienen zwanglos jeder einer anderen Beschftigung nachzugehen. Wir standen noch nicht mal wirklich im Wege, der Schulbetrieb lief zwanglos um uns herum weiter. Ich habe noch das Bild eines Jungen vor mir, der eingebaut von Sitzwrfeln - wie in einer kleinen Burg - ein Buch lesend - auf dem Boden lag. Ist das Schule? Ja!



Fazit

Nachdem das Kultusministerium (es war zu Besuch) diesen Schulbetrieb gestattet, sehe ich keinen Grund, das nicht in jeder Schule zumindest einmal auf den Prfstand zu stellen. Selbstverstndlich waren und sind auch in der AEG nicht alle Lehrkrfte auf Anhieb zu begeistern. Klar, nicht nur unsere Kinder sind verschieden. Aber die Etablierung einer solchen Lehr- und Lernkultur wrde sich in jeder Schule positiv auf alle Beteiligten auswirken - man muss es nur einmal versuchen.

Unser Ziel ist, jeden zu untersttzen, der das ausprobieren mchte.
Seien es einzelne Lehrer oder gesamte Schulen.


Artikel in der taz

Das Schulkonzept des Albrecht-Ernst-Gymnasium

Schreiben des Kultusministeriums an diese Schule

Fotos der Lernlandschaften, aufgenommen kurz vor der bergabe an die SchlerInnen der Mittelstufe. Diese Rumlichkeiten entstanden ca. 3 Jahre nach dem groen Erfolg der ersten Lernlandschaften, die seinerzeit fr die Klassen 5 und 6 erstellt wurden.

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0,33 Notenpunkte selektieren ja unsere Kinder in unserem mehrgliedrigen Schulsystem. Stellen Sie sich bitte einmal vor, Ihr Kind wrde das geforderte Wissen ein Tage nach der entscheidenden Schulaufgabe erwerben: Es wre zu spt, obwohl es sich noch in derselben Klasse befindet. Nachdem die Noten fr den bertritt ja auch noch viele Wochen vor Jahresende feststehen, verschiebt sich das Selektionsalter noch ein gutes Stck nach vorne!

Warum wird in den meisten europischen Nachbarlndern eine frhe Selektion verhindert? Obwohl es viele gesicherte Erkenntnisse gibt, dass dieser Stress vermeidbar wre und sich sogar schdlich auswirken kann, halten wie nach wie vor daran fest, dass sich mit 10 Jahren die schulischen Wege bereits trennen.

Da hilft es gar nichts, dass immer wieder beteuert wird, dass ja auch jede Menge andere Wege zur Hochschulreife gibt. Kindern in diesem Alter zu verstehen zu geben, dass sie fr eine hhere Schullaufbahn ungeeignet seien, ist mitunter dramatisch. Das fhrt zu einem Versagensgefhl, dass sich negativ auf die ganze weitere Schullaufbahn auswirken kann.

Bitte fhren Sie sich vor Augen, wie stark sich eine Anhebung des Trennungsalter von nur 3 Jahren auswirken wrde (13 anstelle 10)! Drei Jahre sind in dieser Lebensphase fr viele ein kleines Universum! Unsere Nachbarlnder scheinen das erkannt zu haben...

Grafik Trennungsalter in Europa. Welches Land trennt seine Kinder in welchem Alter von einander.





Grundschul-Lndervergleich 2011 » Wrde diesen Schulen der unselige Selektionszwang, der Zwang zur Bewertung der Leistungen mit Ziffernnoten genommen, gleichzeitig die personelle Ausstattung nach skandinavischen, kanadischen, Sdtiroler Standards erfolgen, dann knnten diese Gemeinschaftsschulen problemlos bis zur 10. Klasse weitergefhrt werden.

Die Schulen knnten wohnortnah erhalten bleiben, Lernen sich nachhaltig entwickeln und sich nicht durch Noten korrumpieren lassen, soziales, gemeinschaftsfrderndes Lernen endlich den ihm zukommenden Stellenwert erhalten und Inklusion so verwirklicht werden, dass sie ihren Namen auch verdient.

Die Schlussfolgerung aus diesem Grundschultest kann eigentlich nur lauten: Fhren wir diese so erfolgreichen Gemeinschaftsschulen vor Ort fort bis zur 8. (Sdtirol) oder 10. Jahrgangsstufe.. «

Hier den ganzen Schriftsatz lesen
(Rolf Munz, Schulamtsdirektor i.R.)



Wofr haben wir Steuergelder? ..besser: Warum geben wir weniger fr Bildung aus, als andere Industrielnder? Hier finden Sie eine vergleichende Darstellung finden Sie eine vergleichende Darstellung die es deutlich macht. Als eines der reichsten Lnder rangieren wir auf einem der letzten Pltze. Wen wundert es, angesichts dieser Zahlen, dass es noch so viel aufzuholen gibt?


Quelle: http://www.jjahnke.net/wb/wochenbrief82-27818835x.html



Alles eine Frage der Darstellung 1 ..oder: Glaube nur der Statistik, die Du selber erstellt hast. Hier finden Sie eine Darstellung des Bayerischen Kultusministeriums vom 19.06.2012 ber die Jugendlichen, die keinen Schulabschluss haben. Wir haben uns das ebenfalls etwas nher angesehen und finden, dass es deutliche Unterschiede in der Wirkung des Aussage gibt. Sehen Sie selbst!



Alles eine Frage der Darstellung 2 ..oder: Glaube nur der Statistik, die Du selber erstellt hast. Hier finden Sie eine Darstellung , in der das Bayerischen Kultusministeriums mit der berschrift "Massive Investition in Bayerns Zukunft" darstellt, um wie viel sie den jhrlichen Etat der letzten Jahre erhhte. Die Darstellungsform finden wir diskussionswrdig, sehen Sie selbst und beurteilen Sie, welcher Eindruck damit bei den Anwesenden im Landtag und den Leserinnen und Leser erweckt werden soll!



Vorbilder erzeugen Staunen, wo bleibt die Reaktion? Drei Lehrer auf 25 Kinder und Smartboards in allen Klassenzimmern. Besonders lernschwache Kinder profitieren vom hervorragenden Betreuungsschlssel. Keine Ziffernnoten bis zur fnften Klasse und kein bertritts-Stress wie bei uns: 10 Jahre gemeinsamer Schulweg! Neun Studierende aus Nrnberg waren zu Besuch in Dnemark und erlebten erstaunliches.

Lesen Sie hier (Auszug aus BLLV-Zeitung 3/2012)



Qualittskontrolle Jede Maschine, die in einer Serienfertigung auf den europischen Markt gebracht werden darf, muss einer dokumentierten Produktionskontrolle unterliegen - warum wird das fr die Lehrer unseres wirtschaftlichen und sozialen Nachwuchses nicht ebenso durchgefhrt? Es gibt keinen Leistungsvergleich, an dem sich Lehrer und Klassen messen und orientieren knnen. Wie kann es sein, dass z. B. die gleichen Probenvordrucke immer und immer wieder verwendet werden? Klar, das ist bequem - aber zeugt das von Anpassung und Flexibilitt?



Vorbilder Der GEO-Artikel: "Die guten Lehrer. Es gibt sie doch!" (GEO Magazin Nr. 02/2011) beschreibt sehr deutlich, wie es gehen knnte. Ein sehr gutes Beispiel: Wird durch eine offene Leistungsbewertung von Lehrern und Schulen ein "gesunder" Wettbewerb erzeugt, motiviert das alle Beteiligten.

Das Magazin ist nach wie vor ber die Redaktion Gruner+Jahr zu beziehen, oder hier als PDF zu lesen.



Mobile Reserve oder
Zweckentfremdung?
Klar ist es wichtig, Unterrichtsausflle zu vermeinen. Eine Mobile Reserve erscheint da ein geeignetes Mittel zu sein. Aber darf das so ablaufen?
Dirk Walter vom Mnchner Merkur (Nr.51, 1.Mrz 2012) berichtet ber den Gymnasiallehrer Richard Sauer, der als Springer in einer Mittelschule PCB (Physik, Chemie, Biologie) unterrichten soll, obwohl er fr Englisch und Sozialkunde ausgebildet wurde.

..zum Artikel



Betreuungszeiten Das Zeitfenster, in dem sich Schler und Lehrer fr die Wissensbermittlung begegnen ist nicht wirklich geeignet, eine persnliche Beziehung aufzubauen. Eine Schulform, die ein Beisammensein ber die eigentlichen Unterrichtszeiten hinaus vorsieht, wre allen Beteiligten zutrglich. Warum werden z. B. die Hausaufgaben nicht im Anschluss an eine Regenerierungsphase, unter Aufsicht und Hilfestellung der Lehrer oder / und Tutoren, durchgefhrt?



Medikamente als Lernhilfe n-tv schreibt dazu: [Der Druck in den Schulen wchst, der Konkurrenzkampf um Noten und gute Abschlsse bestimmt immer mehr den Alltag deutscher Schler und Studenten. Im Vorteil ist, wer sich konzentrieren kann. Oft gefrdert durch Medikamente. Experten schlagen mal wieder Alarm [..]

..zum Artikel



Motivation der Lehrer Lehrer, die sich offenbar freuen, wenn Schler scheitern und die Schule wechseln mssen oder nicht in die nchste Jahrgangsstufe vorrcken drfen, knnen unmglich ihren Auftrag mit der notwendigen Motivation durchfhren. uern Sie das auch vor der Klasse, wrde in der freien Wirtschaft nicht nur ber die Qualifikation zur Weiterbeschftigung nachgedacht werden.



Sorgfaltspflicht gegenber Angestellten bedeutet, der Arbeitgeber trgt dafr Sorge, dass der Arbeitnehmer seinen Auftrag erfolgreich und ohne dabei Schaden zu nehmen, ausfhren kann. Wie soll ein Lehrer die Inhalte seines Lehrplans bermitteln knnen, wenn er einen nicht unerheblichen Anteil von Schlern gegenber steht, die aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse dem Unterrichtsverlauf nicht folgen knnen.

Der Arbeitgeber, der seine Angestellten in eine Situation bringt, in denen sie ihrem Auftrag nicht gerecht werden knnen, verstt nicht nur gegen seine Sorgfaltspflicht, er nimmt das Scheitern dieser Mission billigend in Kauf. Das Resultat ist regelmig unter dem Stichwort "burn out" und "Frhpensionierung" in den Medien zu betrachten.





Umfang der Lehrplne

Dieser Auszug aus dem Lehrplan Deutsch, Gymnasium 7. Klasse:

Die Schler runden ihre Grammatikkenntnisse ab und vertiefen ihr Sprachbewusstsein, sowie ihre operationalen Fhigkeiten; sie kennen wichtige Leistungen von Wortarten, Satzgliedern und Satzarten und setzen diese beim Sprechen, Erschlieen, sowie beim Verfassen von Texten ein, auch in kreativer Weise. In Rechtschreibung und Zeichensetzung verfgen sie ber Anwendungssicherheit.

Wortarten, Satzarten, Satzglieder und ihre Funktion: einen anwendungsbezogenen berblick gewinnen; Erarbeiten von temporalen, kausalen, finalen, modalen, konsekutiven, konditionalen, konzessiven und adversativen Beziehungen und deren Darstellung durch Adverbialien und Gliedstze; Verwendung von Attribut, Relativsatz, Infinitiv- und Partizipialsatz, Subjekt- und Objektsatz


Das spiegelt doch bestenfalls eine Wunschvorstellung - kaum aber ein erreichbares Ziel! ..oder?

weiter: Verwenden von Computer und Internet in der schulischen Arbeit: Computer beim Schreiben, Gestalten und berarbeiten von Texten einsetzen, das Internet als Informationsquelle nutzen.

Ein Beispile fr den Deutschunterricht in einer 7. Klasse Gymnasium: bis Februar hatten die Schler als Ttigkeitsschwerpunkt am PC den Auftrag im Programm Microsoft Paint durch Verwendung des Schriftzuges (Pflanzenname) die Form einer Pflanze nachzustellen. Wie die Pflanze aussieht, wurde durch Bildersuche im Internet in Erfahrung gebracht.


...oder hier


In der Jahrgangsstufe 6 erwerben die Schler folgendes Grundwissen:

Fhigkeit, den in Jahrgangsstufe 6 behandelten historischen Zeitraum anhand folgender Daten zu gliedern: seit etwa 10000 v. Chr. bergang zur Sesshaftigkeit; ab 3000 v. Chr. Hochkultur in gypten; 5. Jh. v. Chr. Bltezeit Athens; 753 v. Chr. der Sage nach Grndung Roms; 1. Jh. v. Chr. bergang Roms von der Republik zum Prinzipat; um Christi Geburt Zeitalter des Augustus

Fhigkeit, die folgenden historischen Begriffe zu verstehen, analytisch anzuwenden und sich mit ihrer Hilfe in Geschichte und Gegenwart zu orientieren: Quelle; Altsteinzeit; Jungsteinzeit; Hieroglyphen; Pharao; Pyramide; Polytheismus; Monotheismus; Judentum; Antike; Polis; Aristokratie; Olympische Spiele; Ilias und Odyssee; Demokratie; Hellenismus; Senat; Patrizier; Konsul; Republik; Diktator; Kaiserzeit; Limes; Christentum; Staatsreligion; Vlkerwanderung; Islam; Mittelalter; Reichsbildung der Franken; Mnchtum

Beherrschen von Fertigkeiten und Methoden: Umgang mit historischen Quellen; Unterscheiden von Autorentext und Quelle im Schulbuch; Lesen einfacher Schaubilder, Graphiken und Karten; Verwerten multimedialer Informationsmglichkeiten

Bereitschaft, sich mit Formen geschichtlicher berlieferung zu beschftigen; Interesse an den Lebensverhltnissen der Menschen in frherer Zeit; Bewusstsein von der Geschichtlichkeit menschlichen Daseins und menschlicher Zivilisation


...machen Sie sich bitte selber ein Bild (ISB)



Chancengleichheit Unser derzeitiges Schulsystem ermglicht keine Chancengleichheit fr alle Kinder. Bereits in der Grundschule wird von den Eltern erwartet, dass Eltern bei den Hausaufgaben untersttzen oder sogar nicht verstandenen Lehrstoff nacharbeiten. Die Statistiken zeigen, dass der Weg aufs Gymnasium meist nur mit dem passenden, also untersttzenden Familienhintergrund fhrt. Ganz zu schweigen von der Zeit im Gymnasium selbst! Der erfolgreiche Besuch des Gymnasiums hngt vom Elternhaus ab.

Kinder, deren Eltern diesen Weg nicht forcieren und ihn durch zustzlichen Zeit- und/oder Finanzmitteleinsatz (Nachhilfe) unterstreichen, bekommen selten die Mglichkeit ihre Potenziale vollstndig zu entfalten.

Und das im Angesicht der Erkenntnis, dass Kinder grundstzlich die gleichen Voraussetzungen mit bringen.



Technische Ausstattung der Schule Angeblich sollen fr PC's, Beamer, Netzwerk, Scanner und Drucker und weiterer technischer Gerte einer Schule keine Wartungs- oder Betreuungsvertrge existieren. Daraus resultiert, dass sich der eine oder andere Lehrer freiwillig bereit erklrt, die Technik "am Laufen" zu halten. Das Honorar hierfr soll im Bereich Stundengutschrift (unbesttigt 0,5 h / Monat) auf dem Arbeitskonto der Lehrkraft erscheinen. Kein Unternehmen knnte ohne einen Administrator auskommen; eine Schule aber braucht das nicht...



Zahlen Von anfnglich 40,3 % der Schler, die das Gymnasium in der 5. Klasse in Bayern besuchen, machen noch 22,9 % Abitur. Bayern liegt damit 8,2% unter dem Bundesdurchschnitt und 20% unter dem europischen Durchschnitt.

Quelle: BLLV