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Foto ©
Stephan Garçon



Ygal Gleim

...über unser Bildungssystem:

Wer gestaltet noch immer den Lehrplan, bestimmt was wichtig ist, was ein Schüler leisten oder wissen muss, um ein guter Schüler zu sein?
Wer sind die Kultusminister und auf was achten sie bei der Gestaltung des Lehrplans? Haben sie Interessen oder gar Interessenskonflikte, sind wir mit dem was sie für richtig und wichtig halten einverstanden?

Wie kompetent sind die Leute, denen wir den Lehrplan zu verdanken haben? Wer nimmt Einfluss, wollen wir das? Wenn nicht, Schluss damit!
Wie sehr wird kritikloses Pauken honoriert, warum habe ich in der Schulzeit keine kritischen Filme über das Schulsystem gesehen, warum habe ich erst jetzt von dem Film: Alphabet gehört, von der Berlin Rebel High school, von Arno Stern, etc.

Wie viel Pisa wollen wir haben? Wie viel Einfluss wollen wir Gruppen wie der Bertelsmann Stiftung zugestehen?  Ich meine, gar keinen!

Die Bertelsmann Stiftung, die maßgeblich ihre „Wünsche“ in die Hartz 4 Kommission eingebracht hat, um dieses menschenverachtende, kranke und kriminelle System zu installieren, müssen wir stoppen und Ihren Einfluss auf das Schulsystem komplett unterbinden! Als Initiator und Profiteur der Hartz 4 Diktatur (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=_8l5wqgrdBc, https://www.youtube.com/watch?v=xyJ76WRMC4A und https://www.youtube.com/watch?v=LMr0eAPhDcE), hat sie Ihren Anspruch auf Einfluss verspielt und hat im Schulbetrieb nichts beizutragen und nichts zu suchen. Die Schüler und die Gesellschaft muss vor solchen Akteuren geschützt werden. (Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=4212) Niemand, der zur Aushöhlung des Sozialstaates mitverantwortlich ist ( einen in der Geschichte der Bundesrepublik beispiellosen Sozialabbau ) und maßgeblich dazu beigetragen hat, kann eine Gesellschaft, ein Schulsystem der Gemeinschaft mitgestalten. Also Finger weg von Schulen und Schülerinnen.(Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=15208 und https://www.nachdenkseiten.de/?p=59278)

( „Ein Staat, der für das Überleben von Hilfebedürftigen im Gegenzug ein bestimmtes Verhalten der Betroffenen fordert, ist kein Sozialstaat. Nicht nur freiheitliche, sondern auch soziale Grundrechte sind unverkäuflich und nicht verhandelbar. Das Prinzip des «Förderns und Forderns» ist mit der Idee allgemeiner Menschenrechte unvereinbar. Das Recht auf staatliche Sicherung des Existenzminimums entspringt der Menschenwürde selbst und ist unantastbar. Seine unbedingte Einhaltung ist für den Sozialstaat konstitutiv. Sie ist zudem Voraussetzung für einen funktionierenden Rechtsstaat.“ Quelle: Erdem/Neskovic: Hartz 4 Sanktionen verfassungswidrig? Unbedingt! )

An wie vielen Schulen werden eigentlich die Schülerinnen und Schüler regelmäßig gefragt was sie gerne lernen möchten und worauf sie verzichten können?

Wie wäre es, wenn man als Kind als erstes, ohne Angst vor Repressalien formulieren könnte, was einem wirklich gefällt am Lernen, was es gerne lernen möchte, ob es den Sinn am Erlernten versteht und gut findet.

Im wirklichen Leben kann jeder Mensch glücklich sein, wenn er oder sie auch nur eine Sache entdeckt die sie wirklich interessiert, Lernen ist Herausforderung genug. Zu 95% lernen zu müssen was man gar nicht wissen möchte erscheint mir dumm, absurd und eine unheilvolle Verschwendung menschlichen Potenzials.

Kinder wollen eigentlich so viel lernen, sind so wissbegierig. Und ausgerechnet in der Schule verlieren Sie dann das Interesse am Lernen. Dass sagt eigentlich schon Alles.

Eigentlich müsste die Schule die autodidaktischen Fähigkeiten der Kinder formen und fördern. Damit nach der Schule die Freude am lebenslangen Lernen erhalten bleibt. Kinder lernen von ganz alleine, in einem liebevollen und geschützten Umfeld, Sprechen, Laufen, die Welt verstehen.
Würde die Schulen gute Autodidakten bilden, und würde es ein geschütztes Umfeld bieten (ohne Druck, Repressalien, Drohungen, Bewertungen, Abwertungen, Mobbing etc.) so könnte ein Bruchteil des Lehrstoffes ausreichen, denn zu gegebenen Zeitpunkten ist der Mensch in der Lage sich Gebrauchtes selbst anzueignen. So wäre Raum für viele wichtige Dinge, die die Heranwachsenden lernen bzw. an die sie herangeführt werden könnten. So könnte die Freude am Lernen erhalten bleiben, so wie es in kleinen Kindern veranlagt ist. Diese freuen sich z.B. über jedes Wort, was sie neu artikulieren können.

Die innere Motivation zu Lernen erwächst nicht durch Druck. Diese Motivation ist in jedem Kindvorhanden und kommt von ganz alleine hervor.  Durch Druck werden Stresshormone ausgeschüttet und dies ist die denkbar schlechteste Konstellation um zu lernen.

Ich habe was den Unterricht angeht wenig gute Erinnerungen an meine Schulzeit. Aber ein „Projekt“ ist mir, auch als Schauspieler in guter Erinnerung, oder sagen wir, die Herangehensweise für einen nicht leichten, aber wichtigen Stoff hat mir gefallen: Wir haben die Nürnberger Prozesse in einer Art Rollenspiel nachgestellt und die Schüler mussten die Positionen der Ankläger oder auch die der Angeklagten vertreten und verteidigen. Themen wie Rassismus in jeder (Un)Art, Diskriminierung, Mobbing etc. Auch mögliche Lebensentwürfe (als Handwerker, Instrumentenbauer, Demotivationstrainer oder als Friseur beispielsweise, könnte man auf der ganzen Welt arbeiten) sollten viel mehr Raum und Zeit bekommen. Mein zweiwöchiges Praktikum bei Hertie, ein, zwei Besuche im BIZ und das Geblätter im „Beruf Aktuell“ war, um es nett zu sagen, ein etwas bescheidener Überblick über mögliche Lebenswege und Lebensentwürfen.

Wenn es eine Bildungsplattform im Internet geben würde, könnte sich jede Schule, Eltern und andere Interessierte einen Überblick verschaffen wie Themen in anderen Schulen, in Ländern außer ihrem Eigenen, behandelt werden. Ich fände es toll wenn es eine Internet Seite/Website geben würde, auf der alle interessierten Schulen ihre Projekte präsentieren könnten um voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu inspirieren. Regelmäßig könnten Petitionen geschaltet werden um Lehrinhalte zu hinterfragen, zu ergänzen, abzuschaffen.

Jede Schule (weltweit) die möchte, stellt ihre Projekte hinein. Welche Herangehensweisen an Schulstoffe gibt es? Welche Experimente? Wie erzählen andere Länder Geschichte? In welchen Schulen ist der Gemeinschaftssinn, die Solidarität, die Freude am Lernen groß? Was kann man sich alles abschauen? Die Schulen und Stoffe müssten sich ständig weiter entwickeln, bei Anderen lernen, sich Gelungenes abschauen. Jede gute Schule und jede*r Lehrer*in sollte immer auch Schüler*in bleiben, denn man lernt nie aus, man lernt ein Leben lang.

Jede*r hätte die Möglichkeit sich zu überlegen wie viel Geschichte, Kunst, Musik, Fahrradreparatur, Naturwissenschaften, etc. wir in dem Lehrplan haben möchten.

Welche Richtung wünsche ich mir für das zukünftige Lernen? Nicht die Richtung die Singapur eingeschlagen hat, wo es eine Art Frühschule für 1,5 Jährige gibt, besser ein System in dem man dann ein guter Schüler ist wenn man seine Mitschüler nicht als Konkurrenten sondern als Menschen betrachten, die mitgenommen, aufgefangen, unterstützt werden. Gemeinsam sind wir stark.

Ein paar meiner Wünsche an einer guten Schule wären z.B.:

- Es sollte regelmäßig Stunden geben, die nur für Fragen aller Art stattfinden. Ohne Augen verdrehen !
- Eine gute Schule könnte freie, aufgeklärte und selbstbewusste Denker hervorbringen. Solidarität, Eigensinn und Gemeinschaft, Eine* r für Alle und Alle für Eine*n, Zusammenhalt, Unterschiedliche Interessen, Stärken und Schwächen als Qualität
- Eine Schule, in die man ohne Bauchschmerzen geht, die mich während der Schulzeit,bevor ich los musste, begleiteten.

Bitte schafft endlich schnell die Beamtensprache in den Aufgabenstellungen ab, das ist eine einzige Zumutung. Wenn die Schüler*innen unbedingt Beamtensprache lernen müssen, dann bitte in einem Extra-Workshop aber nicht wenn es darum geht Aufgaben zu lösen und zu verstehen. Und müssen es wirklich „Amöben“ sein, die man multipliziert?

Und aktuell: Eltern sind keine Lehrer, die Welt muss pausieren. Stoppt den Hausaufgaben- Wahn !

Angebote, gerne ! Schule zu Hause, zwischen Home Office ( und VIELEM Mehr ) und völlig zu Recht überforderte Eltern sind keine Option. Das muss aufhören !

Abschließend: Abschreiben legalisieren ! Denn: nach dem Abschreiben ist man klüger als vorher, nur darauf kommt es an.

Für eine Gesellschaft der Gemeinschaft, des Miteinanders, der Solidarität, des Zusammenhalts !


Ygal Gleim, Schauspieler, Musiker, Komponist